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Pfarrermangel : Zurück an die Uni, hinauf auf die Kanzel

Spätberufener: Till Schümmer absolviert derzeit sein Viktariat in der Hofheimer Johannesgemeinde. Bild: Wonge Bergmann

Der evangelischen Kirche gehen die Pfarrer aus. Ein neuer Studiengang soll Abhilfe schaffen. Informatiker Till Schümmer ist das Wagnis des Berufswechsels schon eingegangen.

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          Till Schümmer ist ein Sprachentalent. Zumindest, wenn es um Programmiersprachen geht. Der promovierte Informatiker hatte sich irgendwann einmal in den Kopf gesetzt, jedes Jahr eine neue zu lernen. 27 beherrscht er schon, seit knapp drei Jahren ist jedoch keine weitere hinzugekommen. Neue Sprachen lernt er trotzdem. „Antike Sprachen“, wie er sagt. Sie sollen ihm helfen, Bibeltexte zu verstehen. Schümmer paukt Hebräisch und Griechisch, dazu noch Latein.

          Marie Lisa Kehler

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der 44 Jahre alte Familienvater ist ein sogenannter Spätberufener. Parallel zu seinem Job als Informatiker hat er zwischen 2013 und 2016 in Marburg Theologie studiert. Um als Pfarrer arbeiten zu dürfen, absolviert er derzeit ein zweijähriges Vikariat in einer Hofheimer Gemeinde. 2019 wird er voraussichtlich fertig sein und als Mittvierziger erstmals in den Pfarrdienst eintreten.

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