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Carsten Knop

Frankfurter Oberbürgermeister : Feldmanns Weg ins Nichts

  • -Aktualisiert am

Wer erreicht ihn noch: Peter Feldmann vor dem Plenarsaal und der Goethestatue. Bild: Lucas Bäuml

Gegen alle Kritik und Rücktrittsforderungen: Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann hat in der Stadtverordnetenversammlung eine hinterhältige Rede gehalten. Die Menschen sollen in die falsche Richtung schauen, dabei ist er es, der das Bild über ihn bestimmt.

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          Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat in der Stadtverordnetenversammlung, die mit einer Zweitdrittelmehrheit seinen Rücktritt gefordert hat, eine bemerkenswert schlechte Rede gehalten. Das wiegt schwer, weil die Rede wohlüberlegt und wichtig war. Und doch eilte er von Tiefpunkt zu Tiefpunkt. Feldmann schreckt nicht mehr davor zurück, Fragen der eigenen Religion zu bemühen, um die Kritik seiner Kritiker infam wirken zu lassen. Er sorgt auf diesem Weg dafür, dass das Niveau der Auseinandersetzung weiter sinkt. Und er versucht, den Bürgern und ihren Stadtverordneten den Kopf zu verdrehen, damit sie in die falsche Richtung schauen. Das ist hinterhältig.

          Nicht etwa auf ihn und sein eigenes, vielfältiges Fehlverhalten sollen die Abgeordneten schauen, sondern auf sich selbst – als Ursache für das Leid, das über ihn gebracht wird. Die juristischen Vorwürfe gegen ihn: Er spricht sie nicht an. Der frauenfeindliche Spruch im Flugzeug, das Verhalten auf dem Empfang für die Eintracht: Gegenüber der Presse war es für ihn Anlass für ein kurzes Statement voller Entschuldigungen, die er sogleich relativiert hat. Gegenüber den ehrenamtlich tätigen, gewählten Stadtverordneten Frankfurts hatte er selbst dafür keine Zeit mehr.

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