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Nach Tod durch Stromschlag : Personal verlässt Kita in Frankfurt-Seckbach

Blumen und Kerzen am Eingang: In der Kindertagesstätte hatte sich ein Sechsjähriger tödlich verletzt. Bild: dpa

Nachdem im Oktober ein kleiner Junge im Seckbacher Kinderzentrum verstorben ist, bleibt die Einrichtung weiterhin geschlossen. Während die Ermittlungen andauern, haben die Angestellten ihren Wunsch nach Versetzungen in andere Kitas geäußert.

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          Das Kinderzentrum Atzelbergstraße in Seckbach, in dem Ende Oktober ein kleiner Junge nach einem Stromschlag gestorben war, bleibt weiterhin geschlossen. Das liegt nicht nur daran, dass die Ermittlungen zu den Hintergründen des Unglücks noch nicht abgeschlossen sind, sondern auch daran, dass neues Personal eingestellt werden muss. „Die Fachkräfte der Kita haben den menschlich nachvollziehbaren Wunsch geäußert, in einer anderen Einrichtung eingesetzt zu werden“, hieß es aus dem Büro von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD). Die Stellen würden nun intern und extern ausgeschrieben.

          Patricia Andreae

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Derzeit seien alle Kinder der Kita Atzelbergstraße in anderen Einrichtungen untergebracht. Den Eltern und Kindern stehe zudem eine psychologische Beratung und Betreuung zur Seite. Ein Gutachter der Unfallkasse Hessen hat nach Angaben aus dem Bildungsdezernat inzwischen die Kindertagesstätte untersucht. Seine Stellungnahme liegt aber noch nicht vor.

          Der sechsjährige Junge war in der Kita im Stadtteil Seckbach mutmaßlich durch einen Stromschlag tödlich verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft nahm die Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung auf. Laut der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung gab es im vergangenen Jahr bundesweit vier tödliche Schülerunfälle in der Kindertagesbetreuung. 2009 ereignete sich der letzte Vorfall dieser Art in Hessen.

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