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Frankfurter Gesichter : Alexandra Prinzessin von Hannover

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Alexandra Prinzessin von Hannover Bild: F.A.Z. - Zeichnung Oliver Sebel

Zu den Kommunalpolitikern, die den Eindruck erwecken, sie schwebten wie Außerirdische über den Bürgern, gehört sie nicht: Alexandra Prinzessin von Hannover steht mit beiden Beinen auf der Erde.

          Zu den Kommunalpolitikern, die gerne von den „Bürgern in unserer Stadt“ reden und damit den Eindruck nahelegen, sie schwebten wie Außerirdische über denselben, gehört sie nicht: Alexandra Prinzessin von Hannover steht mit beiden Beinen auf der Erde und hat es auch ohne solche staatsmännischen Allüren zu Ansehen und Popularität gebracht.

          Seit sie 1980 zum ersten Mal in die Frankfurter Stadtverordnetenversammlung gewählt wurde, trägt sie kontinuierlich zum Wahlerfolg der CDU bei. 2001 erhielt sie sogar die höchste Stimmenzahl aller Kandidaten, und bei der Kommunalwahl 2006 wurde sie von den Wählern vom dritten auf den zweiten Platz „hochkumuliert“. Anders als viele Kollegen ist Alexandra Prinzessin zu Ysenburg und Büdingen gebürtige Frankfurterin, wurde jedoch, kaum hatte sie das Licht der Welt erblickt, ins heimatliche Büdingen verfrachtet, wo sie mit vier Brüdern aufwuchs und zur Schule ging. Später wechselte sie in die Elisabeth-von-Thadden-Schule nach Heidelberg-Wieblingen, wo sie Abitur machte.

          Hilfsbereitschaft und Tatkraft

          Um sich darüber klarzuwerden, ob ein Medizinstudium das Richtige für sie sei, ließ sie sich zur Schwesternhelferin ausbilden, studierte dann aber doch lieber Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften in Frankfurt, Paris und Bonn. Mit knapp 23 Jahren heiratete sie den - mit einer Arbeit über Weltraumrecht promovierten - Juristen Welf Heinrich Prinz von Hannover und zog mit ihm nach Frankfurt-Niederrad, wo sie heute noch wohnt. Ihr Mann starb im Jahr 1997 nach langer Krankheit.

          Zur Politik war sie über ehrenamtliche Sozialarbeit gekommen. Als junge Frau engagierte sie sich im Frankfurter Verband, leitete zum beiderseitigen Vergnügen einen Altenklub und war Sozialbezirksvorsteherin in Niederrad. Und schon bald hatte sich „die Prinzessin“, wie sie seit dieser Zeit überall heißt, mit ihrer Hilfsbereitschaft und klugen Tatkraft einen Namen gemacht.

          Handlungsbedarf auch außerhalb des Römers

          Das merkte eines Tages auch die Frankfurter CDU. 1977 wurde sie in den Ortsbeirat von Niederrad gewählt, drei Jahre später in die Stadtverordnetenversammlung. Von Anfang an war sie im Kultur- und Sozialausschuss tätig, zeitweise auch als sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Seit 1997 ist sie die Vorsitzende des Kulturausschusses und stellvertretende Stadtverordnetenvorsteherin; in beide Ämter wurde sie nach der Wahl im vorigen Jahr wiedergewählt. Auch außerhalb des Römers sieht sie, wo es Handlungsbedarf gibt: So ist es ihrer Initiative mit zu verdanken, dass vor knapp zwei Jahren das Hospiz Sankt Katharinen eröffnet werden konnte.

          Mit ihrer Natürlichkeit, ihrer warmherzigen, unprätentiösen Art und ihrem Humor findet sie ganz mühelos Kontakt zu Alt und Jung. Von einer „Prinzessin auf der Erbse“ also keine Spur, obwohl es ihre Ururgroßmutter Marie Prinzessin von Sachsen-Weimar war, die Hans Christian Andersen in seinem Märchen porträtiert hat.

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