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: Frankfurt und Frankfurter: Hilmar Hoffmann

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Nicht nur Verbrecher zieht es an die Stätten ihrer Untaten zurück, sondern auch Ehrenmänner wie Hilmar Hoffmann - wobei man in seinem Fall natürlich von Großtaten sprechen muß. Zu diesen Großtaten zählt das Filmmuseum, das am Sonntag 20 Jahre alt wird.

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          Nicht nur Verbrecher zieht es an die Stätten ihrer Untaten zurück, sondern auch Ehrenmänner wie Hilmar Hoffmann - wobei man in seinem Fall natürlich von Großtaten sprechen muß. Zu diesen Großtaten zählt das Filmmuseum, das am Sonntag 20 Jahre alt wird. Für den früheren Kulturdezernenten war es mehr als nur eines unter mehreren von ihm gegründeten Museen. Denn zum einen ist Film für den Filmhistoriker Hoffmann die spannendste Kunstform, zum anderen hat er im Filmmuseum viel gearbeitet. In aller Herrgottsfrühe zumeist, vor Dienstantritt, schaute sich der Herr Dezernent damals im Filmmuseum Filme aus dem Dritten Reich an, über die er in kundigen Büchern kritisch-analytisch geschrieben hat. Mit seiner langjährigen Lieblingsfeindin Leni Riefenstahl, Regisseurin des Reichsparteitag-Films "Triumph des Willens", hat er sich übrigens vor deren Tod noch versöhnt. Für Hoffmann ist die Teilnahme an der Jubiläumsfeier ein Kraftakt, wird er doch erst heute nach einer überstandenen Lungenentzündung aus dem Krankenhaus Höchst entlassen. Aber Pflicht ist Pflicht, und Hoffmann ist als Vorsitzender des Verwaltungsrates des Deutschen Filminstituts in der Pflicht. (rieb.)

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