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: Ehrenplakette für Rolf Breuer

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So viel Prominenz kommt nicht oft auf einmal in den kleinen Limpurgsaal des Frankfurter Römers - von Börsenchef Werner Seifert über den früheren Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann, eine ganze Reihe von ...

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          So viel Prominenz kommt nicht oft auf einmal in den kleinen Limpurgsaal des Frankfurter Römers - von Börsenchef Werner Seifert über den früheren Kulturdezernenten Hilmar Hoffmann, eine ganze Reihe von Bankchefs und Museumsdirektoren bis hin zu Politikern aller Parteien, einschließlich des früheren Frankfurter Oberbürgermeisters Wolfram Brück (CDU). Sie alle sind am Mittwoch erschienen, um dabeizusein, wenn Rolf Breuer geehrt wird. In einem feierlichen Akt überreichte Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) Breuer die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt. Sie lobte ihn als "Repräsentanten des Finanzplatzes Frankfurt in aller Welt", als "überzeugten und überzeugenden Frankfurter". Der frühere Vorstandssprecher der Deutschen Bank habe nicht nur wichtige Aufgaben innerhalb des Finanzwesens übernommen, etwa die Entwicklung der Frankfurter Börse vorangetrieben. Er habe sich auch in vielfältiger Weise für die Stadt und das Kulturleben engagiert, etwa als Vorsitzender des Kuratoriums der Freunde der Alten Oper sowie als Vorsitzender des Kuratoriums der Schirn. "Ohne die Unterstützung von Herrn Breuer hätten wir das Goethejahr in Frankfurt so nicht ausrichten können", sagte Roth und sorgte für eine gewisse Erheiterung mit dem Zusatz: "Jetzt haben wir das Schillerjahr."

          Breuer, der als Aufsichtsratschef der Deutschen Börse zuletzt stark unter Druck geraten war, nahm die Ehrung sichtlich gerührt an. Nicht allerdings, ohne mit der ihm eigenen Ironie ein wenig auf das Lob zu kontern. Wenn man solche Auszeichnungen zum ersten Mal bekomme, habe er sich sagen lassen, dann blicke man immer im Saal herum, wer wohl mit dem Lob gemeint sei. Erhalte man so etwas zum zweiten Mal, dann denke man: Recht hat sie mit dem Lob. Beim dritten Mal dann meine man: Eine gute Rede, aber das ein oder andere hat sie vergessen. "Für mich ist das aber das erste Mal", sagte er.

          Mehr als 35 Jahre lebe er jetzt "in und um Frankfurt", sagte Breuer. Zuerst habe er im Wetteraukreis gewohnt, dann in Königstein-Falkenstein, jetzt wohne er in Frankfurt-Niederrad. Er liebe die Stadt wegen ihrer Geschichte, ihrer Kultur und ihrer Internationalität. Es sei stets sein Bestreben gewesen, daß Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet nicht nur unter volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten einen Spitzenplatz in Europa einnähmen, sondern auch in der Wahrnehmung der Bürger, die hier lebten. Seine Leistung für die Stadt habe er nur dank der großen Institution vollbringen können, die er im Rücken gehabt habe, sagte Breuer. Er sei überzeugt, daß auch ein Unternehmen sich wie ein Bürger engagieren müsse: "Wer etwas empfängt, der muß auch etwas zurückgeben."

          Wenn Frankfurt an seine bürgerschaftliche Tradition anknüpfe, dann werde es auch weiter erfolgreich sein, davon sei er überzeugt. Barbara Breuer, Ehefrau des Geehrten, die wie Tochter Annabella ebenfalls in den Römer gekommen war, berichtete, sie und ihr Mann hätten schon von den Eltern ein großes Interesse an Kultur mitbekommen: "Sooft wir es schaffen, gehen wir in Frankfurt zum Beispiel in die Oper." (sibi.)

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