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Patrick Kirsch : Fluglärmbeauftragter fliegt für „Gelbe Engel“

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Wird als Fluglärmbeauftragter sich noch öfter am Kopf kratzen - angesichts der aufgeheizten Debatte: Patrick Kirsch Bild: dapd

Der neue Fluglärmbeauftragte des Landes Hessen fliegt selber gerne: Patrick Kirsch hat sich zum Verkehrspiloten ausbilden lassen und darf auch Langstrecke fliegen.

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          Patrick Kirsch soll im Auftrag des Landes Hessen helfen, den Fluglärm zu verringern. Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) stellte in Wiesbaden den seit Anfang des Monats amtierenden Fluglärmbeauftragten als „unabhängigen Anwalt“ vor, der nicht weisungsgebunden sei. Kirsch wird sich mit einem eigenen Büro am Flughafen um die Einhaltung der Flugrouten und um Lärmmessungen kümmern. Posch sprach von einem „weiteren Baustein“ im Gesamtpaket der Bemühungen der schwarz-gelben Regierung zur Reduzierung des Fluglärms.

          Der Wirtschafts- und Verkehrsminister gab abermals „Kommunikationsdefizite“ seit Eröffnung der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen im vergangenen Oktober zu. Die Stelle des Fluglärmbeauftragten, die es seit 1979 gibt, war seit April vergangenen Jahres im Verkehrsministerium unbesetzt.

          Pilot und Flugbetriebsprüfer

          Der 42 Jahre alte Kirsch ist Jurist. Nach dem Zivildienst absolvierte der in Bad Ems geboren und im südhessischen Langen aufgewachsene Hesse das Studium in Frankfurt, sein Referendariat dann im Landgerichtsbezirk Darmstadt. Von 2003 bis 2009 arbeitete Kirsch im saarländischen Wirtschaftsministerium als Referent für die Luftfahrt. Seit April 2009 war er Flugbetriebsprüfer beim Luftfahrt-Bundesamt in Langen.

          Seine Leidenschaft fürs Fliegen hat darunter nicht gelitten. Um nicht aus der Übung zu kommen, fliegt er regelmäßig als Erster Offizier noch Ambulanzeinsätze für die „Gelben Engel“ des ADAC. Doch könnte seine fliegerische Tätigkeit ihm beim Kampf gegen den Fluglärm bei den Bürgern nicht zum Nachteil gereichen? Diese Gefahr verneint er. Er sieht sich als unabhängig. Zugleich bringe er die notwendige Erfahrung in der Luftfahrt mit, sagt Kirsch.

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