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Patent für Parkinsonkranke : Stolper-Alarm im Schuh

  • -Aktualisiert am

Mit der Erfindung: Lukas Braisz ist Mitbegründer des Startups Novapace aus Darmstadt. Bild: Cornelia Sick

Drei Absolventen der TU Darmstadt haben eine Einlegesohle entwickelt, die Parkinsonkranke warnen soll, die Füße zu heben, damit sie nicht stolpern. Das Patent ist bereits angemeldet und die Markteinführung in Planung.

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          Das T-Shirt ist ihr Markenzeichen. Die drei tragen es bei Wettbewerben, Innovationstagen und Gründermessen. Novapace steht darauf. „Das bedeutet ,neuer Schritt, neuer Rhythmus‘“, erklärt Simon Staffa. Im Englischen heißt Pacemaker Schrittmacher. Das Bild passt zu der medizintechnischen Erfindung, welche die drei ehemaligen Studenten der TU Darmstadt Simon Staffa, Patrick Scholl und Lukas Braisz für Parkinsonkranke auf den Markt bringen wollen. Eine Einlegesohle für Schuhe, ausgerüstet mit Sensoren, die registrieren, wenn sich die Gangart des Patienten verschlechtert. Die Fühler schicken dann einen Impuls in den Fuß, einen Reiz, „ähnlich wie das Vibrieren eines Handys“, sagt Scholl. Der Alarm soll den Kranken signalisieren, dass sie ihre Füße höher heben müssen, um nicht zu stürzen und sich zu verletzen.

          Dass die Beine nicht mehr das machen, was sie sollen, hat der Achtundzwanzigjährige bei seinem Großvater erlebt, der an Parkinson erkrankt ist. Enkel Patrick wollte helfen. Schon im Masterstudium begann Scholl mit der Entwicklung seiner Idee. In seinem Studienkollegen Staffa fand er einen Mitstreiter, und im Ideenwettbewerb der TU 2017 belegten sie einen dritten Platz. „Für uns war früh klar, dass wir das Projekt ernsthafter weiterverfolgen wollten“, berichten sie. Scholl widmete seine Masterarbeit dem Thema. Wie entsteht Parkinson? Welche Symptome gibt es, und wie muss eine Sohle funktionieren, damit sie effektiv stimulieren kann? Medizinische Fragen, für die sich der Ingenieur Rat bei einem Neurologen der Frankfurter Uniklinik holte.

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