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Publizist und Satiriker : „Pardon“-Gründer Hans A. Nikel mit 88 Jahren gestorben

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Meister der Satire: Hans A. Nikel mit einer Ausgabe von „Pardon“ Bild: Wolfgang Eilmes

Mit bissigem Humor begleitete das Magazin „Pardon“ mit dem schwarzen Teufelchen gesellschaftliche Entwicklungen in den 1960er und 70er Jahren. Deren Gründe Hans A. Nikel ist nun gestorben

          Der Publizist, Satiriker und Bildhauer Hans A. Nikel ist tot. Der Erfinder und Verleger des Satire-Magazins „Pardon“ sei bereits am Donnerstag im Alter von 88 Jahren in Bad Homburg nach längerer Krankheit gestorben, teilten seine Witwe und ein Freund der Familie der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend mit.

          Der in Oberschlesien geborene Nikel kam nach dem Zweiten Weltkrieg nach Frankfurt. Er arbeitete als Journalist für die „Süddeutsche Zeitung“ und die „Frankfurter Rundschau“. Gleichzeitig studierte er bei den Philosophen Max Horkheimer und Theodor W. Adorno, den Protagonisten der Frankfurter Schule. 1954 gründete er mit Erich Bärmeier ein gemeinsames Verlagsprojekt.

          1962 startet „Pardon“

          Die Zeitschrift „Pardon“ starteten beide 1962. Markenzeichen des literarisch-satirischen Magazins war eine Darstellung des Frankfurter Zeichners F.K. Waechter, in der ein schwarzes Teufelchen seinen Hut zieht. Mit bissigem Humor begleitete „Pardon“ die gesellschaftlichen Entwicklungen der 60er und 70er Jahre.

          Hans A. Nikel war neben seiner Tätigkeit als Verleger auch als Bildhauer aktiv.

          1980 wurde die Zeitschrift verkauft und zwei Jahre danach eingestellt. Nikel setzte sein Studium fort und schloss es mit einer Doktorarbeit über den mittelalterlichen Mystiker Meister Eckhart ab. Danach arbeitete er als Bildhauer. Eine seiner Bronzeskulpturen trägt den Titel „Himmel & Erde“.

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