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Palliative Behandlungstherapie : Sterben dürfen im Corona-Hospiz

Künstliche Beatmung eines Covid-19-Patienten: Manche Menschen lehnen diese intensivmedizinische Behandlung ab. Bild: Frank Röth

Viele meist älteren Menschen wollen bei einer Corona-Infektion gar nicht ins Krankenhaus und lehnen künstliche Beatmung ab. Frankfurter Palliativmediziner fordern deshalb ein besonderes Betreuungsangebot für schwerstkranke Patienten.

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          Die Sterbe-Stimme hat sich Ingmar Hornke verboten. Er wechselt nicht mehr in eine bedeutungsschwere Sprechweise, sobald es um den Tod geht. Stattdessen will er so offen wie nur möglich mit seinen Patienten über das Sterben reden. Seine Stimme versucht er dabei neutral klingen zu lassen. Weder zu heiter noch zu dramatisierend. Der Ton ist der Situation angemessen. Ernst und empathisch, ohne verkrampft zu sein.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Und doch ist den Worten von Hornke, Geschäftsführer des Palliativ-Teams Frankfurt, neuerdings so etwas wie Verzweiflung anzuhören, wenn er über das spricht, was ihn seit der Corona-Krise bewegt. „Wie gehen wir mit den Menschen um, die an Covid-19 erkrankt sind, aber eine intensivmedizinische Behandlung ablehnen?“, fragt er. Wie und wo sollen sie sterben dürfen? Und wer begleitet sie?

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