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Ostasienkunde : Gefördert von China und Korea

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„Wer hat, dem wird gegeben“: Sinologin Dorothea Wippermann ist überzeugt, dass viele der Zuwendungen, die den Asienwissenschaftlern der Universität Frankfurt zuteil werden, der Gründung des Zentrums für Ostasienstudien zu verdanken sind.

          An dem Bibelwort „Wer hat, dem wird gegeben“ könnte etwas dran sein. Dorothea Wippermann, Sinologin und Geschäftsführerin des neuen Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien, ist jedenfalls überzeugt, dass viele der Zuwendungen, die den Asienwissenschaftlern der Universität Frankfurt zuteil werden, der Gründung des Zentrums zu verdanken sind.

          Dank der Mittel, die für die Zentrenbildung bereitgestellt wurden, sind aus drei Professuren mittlerweile neun geworden – wobei ein Ruf für japanisches Recht soeben erteilt wurde, eine Professur für japanische Wirtschaft aus Marburg kam und eine weitere Professur, voraussichtlich für chinesische Gesellschaftsstudien, noch nicht geschaffen wurde. Um das Zentrum kümmert sich eine hauptamtliche Koordinatorin. Mittlerweile gibt es zwei Stiftungsprofessuren für China- und Koreastudien, weshalb nun zum Beispiel 40 bis 50 Studenten Koreanisch studieren können.

          Zum Sommersemester soll das von der chinesischen Regierung für zunächst fünf Jahre finanzierte Konfuzius-Institut, mit chinesischen Lehrkräften und koordiniert vom Ostasienzentrum, seine Arbeit aufnehmen. Das Geld für eine hauptamtliche Geschäftsführerstelle will das Zentrum noch auftreiben – überhaupt sind Sponsoren gern gesehen, und es gibt auch schon einige, die etwa Vortragsreihen zur Berufspraxis ermöglichen. Von solchen Angeboten profitieren die Studenten, die laut Wippermann auch über die Verwendung der Studiengebühren mitentschieden haben. Die zusätzlichen Einnahmen hätten sich segensreich ausgewirkt: Es sei nun möglich, am Zentrum mehr Kurse mit weniger Teilnehmern anzubieten. Die Bibliothek wird wachsen, auch weil Japanologie-Bestände aus Marburg nach Frankfurt kommen werden. Zudem steigen die Studentenzahlen kontinuierlich. Deshalb soll das Ostasienzentrum nach dem Umzug der Juristen auf den Campus Westend auch mehr Räume im Juridicum bekommen.

          Was die Forschung angeht, sind die Fächer Wippermann zufolge eigenständig, das Zentrum widme sich den Verbindungen im großen ostasiatischen Raum. Auf das, was die Einrichtung leistet, blicken Fachkollegen nach den Worten der Professorin mit Bewunderung und einem gewissen Neid. Spätestens im Herbst 2009 können sie sich auch persönlich von der Arbeit des Zentrums überzeugen. Dann soll in Frankfurt ein großer Kongress zur kulturellen Macht Asiens stattfinden.

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