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Ortsbesuch bei Biontech : „Stolz, hier zu arbeiten“

Warten auf den Impfstoff: Rund 220 Vakzine gegen Covid-19 befinden sich in der Entwicklung, Biontech und Pfizer haben als Erstes eine Zulassung beantragt. Bild: EPA

Den weltweiten Wettlauf um einen Corona-Impfstoff hat Biontech gewonnen. Das Unternehmen ist in Mainz tief verwurzelt. Nicht nur die Mitarbeiter sind stolz auf ihren Arbeitgeber.

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          Der Wachmann ist freundlich, aber bestimmt. „Bitte gehen Sie weiter“, sagt er zu dem Mann, der sich seit einigen Minuten vor dem Gebäude herumdrückt. Er stellt sich als Journalist vor, doch näher dran an den Hauptsitz von Biontech in Mainz kommt er heute trotzdem nicht. Zwei Sicherheitsleute wachen mit Argusaugen darüber, wer sich dem Eingang zu der Biotechnologiefirma nähert. Es ist ein unangenehmer Morgen an der Mainzer „Goldgrube“, wie die Straße vor der Heimat von Biontech heißt. Der Wind bläst, Nieselregen fällt vom Himmel über der Mainzer Oberstadt. Mitarbeiter des Unternehmens gehen schnellen Schrittes, um flott in ihre Büros und an den Fernsehreportern vorbeizukommen, die sich an diesem Morgen mit Kameras und Mikrofonen vor dem Unternehmen aufgebaut haben.

          Daniel Schleidt

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Ein junger Mann mit grauer Jacke, schwarzer Mütze und Kopfhörern im Ohr richtet den Blick auf den Boden und schüttelt nur den Kopf, als er angesprochen wird. „Wir dürfen nichts sagen“, ruft wenig später eine junge Frau mit weißem Fahrradhelm im Vorbeigehen freundlich, und dann sagt sie doch etwas: „Ich bin wirklich stolz, hier zu arbeiten.“

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