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Opernball : Frankfurt feiert mit Stil und Eleganz

Stadt und Land: Oberbürgermeisterin Petra Roth und Ministerpräsident Volker Bouffier Hand in Hand. Bild: Wonge Bergmann

Stars und Sternchen sind diesmal rar beim Opernball. Der Stimmung schadet das nicht.

          An diesem Abend darf sich jeder als Star fühlen. Bis weit vor die Alte Oper ist der rote Teppich ausgerollt, der gesäumt von Cheerleadern den Weg ins Hauptportal weist. Jene Gäste, die dank edler Spender wie Bankier Friedrich von Metzler und Unternehmer Claus Wisser oder qua ihrer Bekanntheit aus Fernsehen und bunten Blättern zu den VIPs zählen dürfen, werden über den blauen Teppich ins Nebenportal des Hauses geleitet. Sie begleitet nicht nur das Blitzlichtgewitter der Fotografen, sondern sie werden wie in jedem Jahr beklatscht von eigens dafür angeheuerten Groupies.

          Patricia Andreae

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Denn die echten Schaulustigen, die gern die edel gewandeten, mehr oder weniger prominenten Gäste bestaunen möchten, werden auch diesmal durch Polizeiabsperrungen auf Distanz gehalten. Zu groß sind die Sicherheitsvorkehrungen, denn zu den Gästen zählen nicht nur Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier und Innenminister Boris Rhein (CDU), sondern auch Commerzbankchef Martin Blessing sowie der ehemalige Bundesbankpräsident Axel Weber, der jetzt dem Verwaltungsrat der UBS angehört, jener Schweizer Bank, die im Opernturm gleich neben dem Ballhaus ihren Deutschlandsitz hat. Über die herrliche Aussicht aus dem Turm kann er am diesem Abend gleich mit dessen Architekten Christoph Mäckler plaudern, der am Nebentisch sitzt.

          Musik und Tanz: Die Alte Oper ist für beides der perfekte Ort.

          Niemand stört das Fehlen der Altstars

          Die Tafeln im Parkett wirken ein wenig wie der repräsentative Querschnitt der besseren Gesellschaft der Region. Da herzen sich der Commerzbankchef und das Kronberger Nachbarskind, die Reiterin und Wohltäterin Ann Kathrin Linsenhoff. Nebenan geben die pensionierten ehemaligen Chefs von Fraport und Messe, Wilhelm Bender und Michael von Zitzewitz, mit ihren Ehefrauen ein fröhliches Quartett. Aus Wiesbaden kommt der FDP-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Gerhard, der mit seinem Parteifreund Hans-Joachim Otto, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, auch die Berliner Abordnung bildet. Klaus Bresser, Peter Frey, Guido Knopp und Klaus-Peter Siegloch bilden den Fanclub der Mainzelmännchen.

          Hits und Evergreens: Marianne Rosenberg sorgt um Mitternacht für Stimmung.

          Dass diesmal Altstars wie Alain Delon, Catherine Deneuve, Gerard Depardieu oder Larry Hagman fehlen, scheint niemanden sehr zu stören. Auch dass die angekündigte Moderatorin Naike Rivelli, Tochter von Ornella Muti, aus fadenscheinigen Gründen nicht erscheint, fällt kaum auf. Man genießt den Abend, der mit edler Dekoration aus weißen Orchideen und goldgefärbtem Fächerkraut von Erhard Priewe und dem Menü von Gerd Käfer seinem Motto „A Night of Swing & Elegance“ alle Ehre macht. Und mancher Stammgast stellt fest, dass es sich bei diesem 30.Frankfurter Opernball ganz besonders entspannt feiern lässt. Vor allem die Tänzer kommen auf ihre Kosten und freuen sich ebenso über die Evergreens, die das Jürgen-Fetzer-Orchester spielt, wie über die Stargäste Tony Christie und Marianne Rosenberg. Bei deren Hit „Er gehört zu mir“ fasste manche Dame den Herrn an ihrer Seite etwas fester. Und auch Ballveranstalter Manfred Pasenau mag das gedacht haben, als er beherzt die Moderation des Abends selbst übernahm und Petra Roth versprach, sie werde auch in Zukunft Ehrengast beim Ball sein.

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