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Opel-Zoo in Kronberg umgebaut : Neue Häuser für Flamingos und Papageien

Zimmer mit Bad: Im neuen Flamingohaus stehen die Vögel bei schlechtem Wetter in ultraviolettem Licht. Bild: Sick, Cornelia

Im Opel-Zoo ist vieles neu: Vögel aus Afrika ziehen in eine Voliere, die Flamingos sind von mehreren Seiten zu sehen, und die Impalas ziehen zu den Gnus.

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          Die Papageien aus Afrika im Kronberger Opel-Zoo haben ein neues Zuhause. Am Samstag wurde eine neue Voliere eröffnet, in der zwei Arten der Vögel leben, acht Graupapageien und drei Mohrenkopfpapageien. Die Graupapageien stammen aus dem Kongo und leben dort in Flussmündungen und Mangrovenwäldern. Sie sind in der Lage, Stimmen nachzuahmen. Die Heimat der Mohrenkopfpapageien liegt in den Savannen von Westafrika. Diese Vögel machen sich durch laute Pfiffe bemerkbar. Mit in dem Gehege leben Buschschliefer, die aus Ostafrika stammen. Diese kleinen Säugetiere leben dort in felsigen Gebieten, Steppen und Savannen. In ihrer Gestalt ähneln sie Murmeltieren.

          Jan Schiefenhövel

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Voliere für Vögel und Schliefer wurde am Ausgang des neuen Elefantenhauses gebaut, wie Zoodirektor Thomas Kauffels sagte. Neben der Freiluftvoliere gibt es ein geschlossenes Winterquartier, das durch eine große Scheibe für die Besucher einsehbar ist. Die afrikanischen Papageien wurden nach den Worten des Zoodirektors bisher zusammen mit anderen Vögeln gehalten.

          Flamingohaus durch Einzelspende ermöglicht

          Der Bau dieser neuen Anlage sei ermöglicht worden mit einem Zuschuss von 150 000 Euro des Vereins Freunde und Förderer des Opel-Zoo. Die Papageienvoliere sei das bisher größte Vorhaben des Fördervereins, sagte dessen Vorsitzende Brigitte Kölsch. Vorher habe der 2007 gegründete Verein mit 87 Mitgliedern etwa ein Terrarium für Amphibien und ein Insektenhotel unterstützt.

          Afrika-WG: Papageien wohnen mit Schliefern zusammen.
          Afrika-WG: Papageien wohnen mit Schliefern zusammen. : Bild: Sick, Cornelia

          Neu gestaltet wurde für die beginnende Sommersaison auch die Flamingoanlage, wie der Zoo berichtete. Angelegt worden sei ein Besucherantritt, ein Stichweg zwischen der Flamingo- und der Elefantenanlage. Von diesem Weg aus könnten die Besucher die Flamingos im seichten Wasser des 200 Quadratmeter großen, lagunenartigen Beckens beobachten. So sei gut zu sehen, wie die Brutpaare im Wasser Lehmkegel bauten, auf die dann die Eier abgelegt würden. Bei schlechtem Wetter halte man die Vögel im neuen Flamingohaus mit großen Scheiben. Auch drinnen gibt es eine Wasserfläche. Durch die Dachfenster scheint ultraviolettes Licht auf die Tiere, so dass sie auch im Winter wie bei sommerlichen Tageslichtbedingungen lebten. Ermöglicht worden sei der Bau der neuen Flamingoanlage durch eine Einzelspende.

          Antilopen stets auf der Flucht

          Neues gibt es auch in der Afrika-Savanne des Zoos. Dort lebten bisher Giraffen, Zebras und Gnus in einem Gehege. In diesem Frühjahr ist nach Angaben des Zoos eine weitere Tierart hinzugekommen, die Impalas. Diese Antilopen aus Afrika seien in dem Tierpark schon vorher gehalten worden. Es habe aber mehrere Jahre gedauert, sie an das gemeinsame Gehege mit den anderen Tierarten zu gewöhnen.

          Impalas seien sehr scheu, weil sie in ihrer Heimat im südlichen Afrika vor vielen Fressfeinden wie Leoparden, Löwen, Hyänen und Schakalen weglaufen müssten. Die Antilopen seien stets zur Flucht bereit, könnten bis zu 60 Stundenkilometer schnell laufen und bis zu neun Meter weit springen. Man habe sie eingewöhnt, indem sie zunächst in einem eigenen kleinen Gehege neben der Afrika-Savanne untergebracht worden seien, mit Blickkontakt zu den größeren Tieren, mit denen sie nun zusammenleben.

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