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„Im Rahmen der Programme“ : Opel will weitere Entwickler loswerden

Ist Opel noch zu groß: Internationales Entwicklungszentrum Bild: Reuters

2100 Stellen will Opel abbauen. Der Abbau läuft seit Monaten auch am Stammsitz in Rüsselsheim. So haben viele Entwickler den Autobauer schon verlassen. Aber das Entwicklungszentrum ist der Firma noch zu groß.

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          Ungeachtet der zuletzt erwirtschafteten Gewinne in dreistelliger Millionenhöhe baut der Rüsselsheimer Autohersteller Opel nach wie vor Stellen ab. 2100 sollen es am Ende des vor anderthalb Jahren angestoßenen Prozesses weniger sein als zuvor. Daran ändert auch nichts, dass die einzige deutsche Tochtergesellschaft des Stellantis-Konzerns noch in diesem Jahr in Rüsselsheim mit dem Bau des französischen Schwestermodells DS4 und des Kompaktwagens Astra beginnt, der neben dem Kleinwagen Corsa das meistverkaufte Auto mit dem Blitz ist. Wie Opel-Mitarbeiter am Donnerstag erfahren haben, arbeiten im Internationalen Entwicklungszentrum aus Sicht des Managements noch zu viele Beschäftigte. Derzeit sind es noch rund 3000, wie es heißt. Die Belegschaft solle aber noch um eine niedrige dreistellige Zahl kleiner werden, heißt es.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Unternehmen wollte sich auf Anfrage nicht zu den Zahlen äußern. Ein Sprecher teilte vielmehr mit: „Der Entwicklungsverbund von Stellantis besteht aus einem globalen Netzwerk an Entwicklungszentren, darunter Rüsselsheim mit Expertise in vielen Feldern, wie etwa der  Entwicklung der Brennstoffzellentechnologie. Wir arbeiten angesichts des herausfordernden Kontexts der Automobilindustrie kontinuierlich an der Wettbewerbsfähigkeit aller Bereiche des Unternehmens. Die notwendigen Veränderungen diskutieren wir im Rahmen der bereits angekündigten und mit dem Sozialpartner vereinbarten Programme.“

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