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Umstrukturierung bei Opel : Teile des Werksgeländes werden verkauft

Die Ladestationen für die E-Autos vor dem Opelwerk markieren auch hier den Wandel der Autoindustrie. Bild: Marcus Kaufhold

Autobauer Stellantis will bis 2025 einen grünen Campus mit Deutschland-Zentrale schaffen. Die angekündigten Investitionen lassen sich als ein Bekenntnis zum Standort Rüsselsheim verstehen.

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          Die traditionsreiche Autostadt Opel soll bis 2025 einen grünen Campus erhalten, der als moderne Deutschland-Zentrale des neu formierten Stellantis-Konzerns gedacht ist. Wie erste Entwürfe des künftigen Stammsitzes zeigen, die am Donnerstag veröffentlicht wurden, spielt der geschichtsträchtige K40-Gebäudekomplex bei den Umbauplänen eine zentrale Rolle. Dabei soll die Hülle, also etwa die Kanten des Kulturerbes, möglichst erhalten bleiben, das Areal an sich aber mit mehreren Bürotrakten gänzlich neu geordnet werden. Außerdem schlägt das beauftragte Architekturbüro Patriarche vor, zwischen den künftig eigenständigen Gebäudeteilen breite Nord-Süd-Achsen zu schaffen und das Außengelände in einen hochwertigen Landschaftspark zu verwandeln: für Opel-Mitarbeiter, andere Gewerbetreibende, Besucher und nicht zuletzt die Rüsselsheimer.

          Markus Schug
          Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Die im September angekündigte und inzwischen konkretisierte Umgestaltung des Werksgeländes, die dem Autokonzern unter anderem einen CO2-neutralen Stammsitz bescheren soll, hat andererseits zur Folge, dass sich das Unternehmen von Flächen in der Stadt trennen will. Man sucht einen einzigen Käufer und Entwickler für verschiedene Grundstücke in Rüsselsheim, die zusammengenommen 112 Hektar umfassen. Die Kommune würde nach Angaben des Baustadtrats Nils Kraft (SPD) am liebsten selbst zugreifen, sehe sich dazu finanziell aber nicht in der Lage. Denkbar sei allenfalls, eine Projektentwicklungsgesellschaft gemeinsam mit dem Land Hessen und eventuell auch privaten Investoren auf die Beine zu stellen, worüber noch zu reden sein werde.

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