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Auto-Neuzulassungen : Opel im Mai einer der wenigen deutschen Gewinner

Aufwärts: Obwohl auch bei Opel immer wieder die Produktion ruht, hat die Marke mit dem Blitz im Mai mehr Autos verkauft als vor einem Jahr Bild: dpa

Kein großer deutscher Autohersteller hat im Mai ein größeres Absatzplus erzielt als Mercedes. Dahinter konnte sich Opel platzieren. Tief im Minus ist einer der bisherigen Gewinner dieses Jahres.

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          Nach Mercedes hat Opel als einziger großer deutscher Autobauer im Mai mehr Autos verkauft als vor Jahresfrist. Auch Ford konnte ein Plus verbuchen. Der Gesamtmarkt lag im abgelaufenen Monat mit gut einem Zehntel im Minus. Einen höheren Marktanteil weisen für die Zeit von Jahresbeginn bis Ende Mai nur Marktführer Volkswagen, Mercedes sowie Audi und BMW auf, die gleichauf liegen. Ford rangiert hinter Opel, dazwischen befindet sich in Gestalt von Skoda eine zum VW-Konzern gehörende Importmarke. Dessen ungeachtet kritisiert Stellantis-Chef die Deutschen: Chinesische Fabriken lieferten eine bessere Qualität.

          Thorsten Winter
          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Wie das Kraftfahrt-Bundesamt berichtet, hat die einzige deutsche Tochter des Stellantis-Konzerns ihre Neuzulassungen um 5,5 Prozent gesteigert, für Mercedes ging es um 23,4 Prozent aufwärts und für Ford um 4,5 Prozent. Audi, BMW und VW musste demnach jeweils zweistellige Einbußen hinnehmen. Gleiches gilt für die Opel-Schwestermarken Citroen, DS und Peugeot sowie Fiat. Sie verloren jeweils ein Fünftel oder sogar deutlich mehr.

          Tesla im Mai tief im Minus

          Seit Januar hat Opel 13.057 Neuzulassungen verzeichnet, das waren 16 Prozent weniger als vor einem Jahr. Den Marktanteil für die Zeitspanne beziffert das Bundesamt mit 5,7 Prozent; für den Mai stehen 6,3 Prozent in der Statistik, das sind 0,8 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie die Rüsselsheimer vorrechnen. Volkswagen kommt auf die ersten fünf Monate dieses Jahres gerechnet auf 17,8 Prozent, Mercedes auf 9,1 Prozent, für Audi wie BMW stehen 8,3 Prozent in der Statistik.

          Für Tesla meldet das Bundesamt ein Minus von gut 89 Prozent für den Mai. Seit Jahresbeginn schlägt aber ein Zuwachs von fast zwei Dritteln zu Buche.

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