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Verkäufe an Händler : Opel hält sich besser als Peugeot

Nagelneu: Opel-Autos vom Typ Grandland X im Werk Eisenach Bild: dpa

Die Opel-Mutter PSA hat im dritten Quartal etwas mehr umgesetzt als vor Jahresfrist. Mit Umsatzzahlen zu den Rüsselsheimern geizen die Franzosen. Beim Absatz sieht Opel aber klar besser aus als Peugeot.

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          Trotz eines gesunkenen Absatzes von Neuwagen hat die Opel-Mutter Groupe PSA im dritten Quartal einen etwas höheren Umsatz erzielt als vor einem Jahr. Einschließlich der Erlöse des konzerneigenen Zulieferers Faurecia setzten die Franzosen knapp 15,6 Milliarden Euro um, das waren etwa 150 Millionen Euro mehr. Dieses Plus erzielte die Groupe PSA, obwohl der Absatz an Neuwagen zuletzt um vier Prozent sank.

          Thorsten Winter

          Wirtschaftsredakteur und Internetkoordinator in der Rhein-Main-Zeitung.

          Mit  Umsatzzahlen zu der deutschen Tochtergesellschaft mit Sitz in Rüsselsheim geizen die Franzosen zwar. Eines wird aus den am Mittwoch vorgelegten Zahlen aber deutlich: Beim Absatz sieht Opel aber klar besser aus als Peugeot. Nach den ersten neun Monaten steht für Opel und die britische Schwestermarke Vauxhall ein Minus von 2,2 Prozent zu Buche – für Peugeot steht dagegen ein Abschlag von einem Fünftel zu Buche.

          Opel auch im Quartal besser als Peugeot

          Im Quartalsvergleich stehen für Opel zwar 6,2 Prozent weniger Verkäufe zu Buche, Peugeot musste aber ein Minus von 8,3 Prozent hinnehmen. Besser als die Rüsselsheimer hat sich aber Citroen geschlagen. Diese französische Schwestermarke verbuchte ein Plus von 3,5 Prozent im Quartalsvergleich.

          Alles im allem hat Opel in den ersten neun Monaten des Jahres 761.800 Neuwagen verkauft nach 778.900 vor einem Jahr. Von Juli bis Ende September waren es 194.200 Fahrzeuge.

          Neuzulassungszahlen etwas anderes

          Diese Zahlen spiegeln die Verkäufe an die Händler wider, wie ein Opel-Sprecher erläutert. Sie seien nicht vergleichbar mit den Zahlen der Neuzulassungen, wie sie der europäische Automobilverband und das Kraftfahrt-Bundesamt regelmäßig melden. Jene Daten beziehen sich auf die Neuwagen, die Händler an Endkunden veräußern.

          Allerdings hat sich Opel auch nach dieser Lesart zumindest auf dem Heimatmarkt besser geschlagen als Peugeot. Das Bundesamt meldete für September für die Marke mit dem Blitz ein Minus von 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Für Peugeot steht jedoch ein Absatzeinbruch von fast 27 Prozent zu Buche. Opel hat zuletzt bewusst weniger Neuwagen gebaut: Ertrag geht vor Marktanteil, lautet die Devise in Rüsselsheim. Dies hat zum Rekord-Halbjahresgewinn von 700 Millionen Euro beigetragen.

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