https://www.faz.net/-gzg-9b999

Betrug an Schnäppchenjägern : Online-Shop soll Kunden um Millionen geprellt haben

  • Aktualisiert am

Millionenbetrug über das Internet: Zwei Online-Kriminelle wurden nun festgenommen. Bild: dpa

Alptraum für Schnäppchenjäger im Internet: Die Ware im Voraus bezahlt, aber nie erhalten. Zwei Männer sollen mit dieser Masche Millionen gemacht haben - nicht zuletzt, weil sie anfangs noch brav geliefert haben.

          Bis zu zehn Millionen Euro sollen zwei Betreiber eines Online-Shops von Kunden kassiert haben, ohne Waren auszuliefern. Die 54 und 48 Jahre alten Männer sitzen in Untersuchungshaft, wie eine Polizeisprecherin in Frankfurt am Freitag sagte.

          Den Ermittlungen zufolge haben die Männer von August bis November 2017 auf einer Internetseite unter anderem Smartphones, Staubsauger und Spülmaschinen günstig zum Verkauf angeboten. Anfangs habe das Unternehmen mit Sitz im hessischen Langen die Waren noch ausgeliefert - dann jedoch nicht mehr. Die Kunden seien in der Hoffnung auf ein Schnäppchen auf den Kosten sitzen geblieben.

          Der Frankfurter Polizei liegen nach eigenen Angaben 6000 Strafanzeigen in diesem Fall vor. Die Ermittler nahmen den 48 Jahre alten mutmaßlichen Täter am Dienstag in seiner Wohnung im nordrhein-westfälischen Oberhausen fest und beschlagnahmten dort Beweismaterial.

          Warnung vor Fake-Shops

          Der 54 Jahre alte Mann wurde am gleichen Tag auf dem Frankfurter Flughafen bei seiner Einreise aus Südostasien festgenommen. Die Polizei fahndet nach weiteren Beschuldigten. Zu den laufenden Ermittlungen machte die Sprecherin keine weiteren Angaben.

          Sogenannte Fake-Shops im Internet, die den Verkauf von Waren lediglich vorgeben, gebe es immer öfter. Dieser Fall sei jedoch speziell, sagte die Polizeisprecherin. Denn die Betreiber hätten die bestellten Waren anfangs geliefert. „Dadurch erhielten sie Lizenzen und gute Bewertungen. Kurz: Vertrauenswürdigkeit.“ Die Staatsanwaltschaft Frankfurt kündigte an, Kontakt zu möglichen Geschädigten aufzunehmen. Eine Insolvenzverwaltung werde sich darum kümmern, die sichergestellten Vermögenswerte zu verteilen.

          Weitere Themen

          Der schnelle Störenfried

          Eintracht Frankfurt : Der schnelle Störenfried

          Mijat Gacinovic ist ein Spieler mit großem Potential. Ob er es bei der Eintracht in der kommenden Saison ausschöpfen kann, muss er noch beweisen. Der Druck auf ihn wächst.

          Topmeldungen

          Liveblog zu von-der-Leyen-Wahl : Showdown in Straßburg

          Ursula von der Leyen hält Bewerbungsrede vor EU-Parlament +++ Am Abend stellt sich CDU-Politikerin zur Wahl +++ Mindestens 374 von 747 Stimmen nötig +++ Verfolgen Sie alle Entwicklungen im Liveblog.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.