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Ohne Ticket im Zug : Grünen-Politiker Mack gerät in Bedrängnis

  • Aktualisiert am

Daniel Mack zu dem Vorfall: „Ich bin nicht der Schwarzfahrer, der versucht hat, sich zu verstecken.“ Bild: Cornelia Sick

Der Grünen-Politiker Daniel Mack hat sich als Netzexperte einen Namen gemacht. Jetzt bringt ihn eine Bahnfahrt in die Bredouille. Und alles nur, wie er sagt, weil sein Smartphone leer war.

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          Ein abgelaufenes Jahresticket für Landtagsabgeordnete im Regionalexpress von Frankfurt Richtung Fulda bringt den Grünen-Politiker Daniel Mack in Bedrängnis. Nach einem Online-Bericht der „Bild“-Zeitung, den die Polizei der dpa am Freitag bestätigte, soll der ehemalige Landtagsabgeordnete Ende Juni auf der Strecke beim Schwarzfahren erwischt worden sein. Statt eines gültigen Tickets habe er eine abgelaufene Jahreskarte für Landtagsabgeordnete vorgezeigt - mit abgekratzter Jahreszahl. Mack selbst bestreitet auf Anfrage der dpa alle Vorwürfe und überlegt rechtliche Schritte.

          Nach Darstellung von „Bild“ und Polizei zeigte Mack - der seit den Wahlen nicht mehr im Plenum sitzt - bei der Fahrkartenkontrolle ein Jahresticket für Landtagsabgeordnete vor. „Die Jahreszahl war ganz offensichtlich manipuliert“, sagte Polizeisprecher André Sturmeit. Der Schaffner konfiszierte die Karte, Mack musste 40 Euro „erhöhtes Beförderungsentgelt“ zahlen. Die Polizei prüfe gegen ihn eine Strafanzeige wegen des Verdachts auf Betrug und Urkundenfälschung, sagte Sturmeit.

          Weist Vorwurf entschieden von sich

          Mack selbst erzählt die Geschichte anders: Normalerweise löse er die Tickets immer über sein Handy, dessen Akku aber am Bahnhof leer war, sagte er der dpa. „Ich bin nicht der Schwarzfahrer, der versucht hat, sich zu verstecken.“ Im Zug habe er sich direkt an den Schaffner gewandt, um ein Ticket nachzulösen. Dies sei aber nicht mehr möglich, weshalb der Schaffner 40 Euro Strafe und seine Personalien wollte. Da er keinen Ausweis dabeigehabt habe, habe er zum Nachweis seiner Identität neben seiner Bankkarte auch die abgelaufene Abgeordneten-Jahreskarte vorgezeigt. Er habe sie weder als aktuelles Ticket ausgegeben noch die Jahreszahl abgekratzt: „Das weise ich entschieden von mir, dass ich einen Ausweis manipuliert habe.“ Die Karte sei vielleicht etwas abgewetzt gewesen.

          Bahnfahrer Mack hatte bereits im Oktober 2013 Schlagzeilen gemacht: Damals war er Zeuge bei einem Zwischenfall am Frankfurter Hauptbahnhof, bei dem Sicherheitskräfte der Bahn einen dunkelhäutigen Mann überwältigten, der ohne Fahrkarte unterwegs war. Der Grünen-Politiker äußerte danach Rassismus- und Gewaltvorwürfe, die Sicherheitsleute stellten Strafantrag wegen Verleumdung.

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