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Offenbacher AfD-Funktionärin : AfD in Israel unerwünscht

Unerwünscht: die AfD-Politikerin Christin Thüne Bild: Privat

Ein israelischer Kommunalverband lehnt ein Treffen mit der Offenbacher AfD-Funktionärin Christin Thüne ab. Die Politikerin zeigt sich verwundert und fordert Solidarität.

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          Die Vereinigung der Städte und Kommunen in Israel hat es abgelehnt, die Offenbacher AfD-Funktionärin Christin Thüne als Mitglied einer Delegation des Hessischen Städtetags zu empfangen. Thüne ist Fraktionsvorsitzende der Partei im Offenbacher Stadtparlament und so auch Mitglied im Hauptaussschuss des Hessischen Städtetages. Zuletzt war sie auch Wahlkreiskandidatin in Offenbach für die Landtagswahl. Thüne fordert nun von der Geschäftsführung des Städtetages, die gesamte Reise abzusagen – als Zeichen der Solidarität mit einer „demokratisch gewählten Abgeordneten“, die ausgegrenzt werde, wie es in einer Mitteilung der Offenbacher AfD heißt.

          Jochen Remmert
          Flughafenredakteur und Korrespondent Rhein-Main-Süd.

          Vom Hessischen Städtetag war gestern zu erfahren, dass die Federation of local Authorities mit Sitz in Tel Aviv erklärt habe, dass man als kommunaler Spitzenverband Israels Vertreter dieser Partei nicht empfangen könne. Die Vereinigung ist quasi das israelische Pendant des Städtetages in Deutschland. Der Hauptausschuss des Hessischen Städtetages plant, am 25. Februar nach Israel zu reisen, um die dortigen Kommunalvertreter näher kennenzulernen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erörtern.

          AfD-Politikerin zeigt sich verwundert

          Beim Städtetag hieß es gestern weiter, man habe Thüne ein Gespräch mit der Geschäftsführung des hessischen Städtetags angeboten, sie habe diese Offerte bisher aber nicht angenommen. Thüne zeigte sich stattdessen in einer Mitteilung verwundert darüber, das die israelischen Kommunalvertreter AfD-Mitglieder ausgrenzten, wo doch gerade diese sich „stets konsequent für die Interessen des Staates Israel und gegen den vermehrt nach Deutschland importierten Antisemitismus eingesetzt“ hätten.

          Im der Offenbacher Stadtverordnetenversammlung sind sich die anderen Parteien bislang allerdings einig in der Einschätzung, dass es der AfD nicht um die Bekämpfung von Antisemitismus gehe, sondern um das Schüren von Hass gegen Menschen muslimischer Herkunft und um Ausländerfeindlichkeit unter dem Deckmantel eines Engagements gegen Antisemitismus. Dazu passt, dass bis in die Bundesspitze der AfD hinein die Nazidiktatur relativiert wird, etwa durch Alexander Gauland, Fraktionsvorsitzender der AfD im Bundestag, mit seinem Wort vom „Vogelschiss“.

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