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Interkommunales Projekt : Interessenten für Bau der Multifunktionsarena

Kreiselrund: Das Stadtgebiet Offenbach-Kaiserlei als möglicher Standort einer Multifunktionshalle. (Archivbild) Bild: dpa

Der Bau einer Multifunktionshalle für Frankfurt und Offenbach rückt näher, das Ausschreibungsverfahren ist bereits beendet. Nun wird geprüft, wie ernst es die Investoren meinen. Wachsen beide Städte so näher zusammen?

          Am Montag um 15 Uhr ist die Frist abgelaufen: Im Ausschreibungsverfahren für den Bau und den Betrieb einer Multifunktionshalle im Gebiet Kaiserlei waren bei der Stadt bis dahin drei Bewerbungen eingegangen. Wie der Sprecher des Planungsdezernats auf Anfrage sagte, wird die Stadt die Bewerbungen nun auswerten und gründlich prüfen. „Dann wird man sehen, ob vielversprechende Angebote darunter sind.“ Zu den Interessenten wollte er keine näheren Angaben machen.

          Rainer Schulze

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Tobias Rösmann

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Sprecherin von Sportdezernent Markus Frank (CDU) sagte auf Anfrage zu der Zahl der Bewerber: „Das ist okay für uns.“ Es habe zuvor sehr viele Anfragen an die Stadt gegeben, am Ende hätten dann aber diese drei tatsächlich ihre Unterlagen fristgerecht eingereicht. Weiter äußerte sie: „Wir hoffen, dass aussichtsreiche Kandidaten dabei sind.“ Erstmals geprüft würden die Details der Bewerbungen morgen im Beisein von Juristen. Sie gehe davon aus, dass Frank dem Sportausschuss, der am Donnerstagabend tagt, dann schon einen ersten Überblick geben könne.

          Investoren müssen das Projekt alleine finanzieren

          Die Halle soll höchstens 13.000 Besuchern Platz bieten und für Konzerte, Tagungen und sportliche Wettkämpfe in den Disziplinen Eishockey, Basketball, Handball, Tennis, Turnen und Boxen genutzt werden. Bis zu einer Entscheidung über Bau und Betrieb werden vermutlich noch einige Monate vergehen. Der Bewerbungsphase schließt sich ein mehrstufiges Verhandlungsverfahren an. Das bedeutet, dass sich die Stadt und die Bewerber in mehreren Runden über die Aufgaben und Bedingungen verständigen werden.

          Die Stadt hatte für den Bau der Halle in der Ausschreibung zwei Grundstücke benannt, die beide an der Stadtgrenze von Offenbach und Frankfurt liegen. Über das Grundstück hinaus wollen sich weder Frankfurt noch Offenbach finanziell für die Multifunktionsarena engagieren: Die Investoren müssen das Projekt allein finanzieren und ohne Zuschüsse betreiben. Frankfurt und Offenbach sehen in der Halle ein interkommunales Projekt. Den Bewerbern stand es darüber hinaus frei, einen anderen geeigneten Standort im Frankfurter Stadtgebiet zu benennen.

          Investitionskosten in dreistelliger Millionenhöhe

          Bevor die Halle gebaut werden kann, sind etliche offene Fragen zu klären. Um die Halle zumindest teilweise auf Offenbacher Gemarkung zu bauen, müsste der Bebauungsplan geändert werden. Die Offenbacher Stadtverordneten hatten im Dezember einen Bebauungsplan beschlossen, der das Vorhaben nicht abdeckt.

          In der Vergangenheit war zudem immer wieder bezweifelt worden, dass sich eine Multifunktionshalle erfolgreich bewirtschaften lässt. Allein für das Bauwerk wird mit Investitionskosten in dreistelliger Millionenhöhe gerechnet. Allerdings sind die Finanzierungsbedingungen derzeit günstig. „Wir haben eine Zinslandschaft, die vieles erlaubt. Möglicherweise ist das der Schlüssel zum Erfolg“, heißt es in der Verwaltung.

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