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Offenbacher Kickers : Aufschwung mit Reck?

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Rot-Weiss: Oliver Reck, hier noch als Trainer von Fortuna Düsseldorf, ist bei Kickers Offenbach im Gespräch. Bild: Picture-Alliance

Die Tage von Rico Schmitt als Trainer des OFC sind offenbar gezählt, sein möglicher Nachfolger steht bereit. Aber noch zögern die Verantwortlichen der Kickers und wollen alles genau prüfen.

          Noch ist Rico Schmitt Trainer und Sportlicher Leiter der Offenbacher Kickers. Aber seine Tage sind offenbar gezählt auf dem Bieberer Berg. Die Dienstzeit des 47-Jährigen dürfte entweder in dieser Winterpause oder spätestens nach Abschluss der Regionalliga-Runde enden. Sein Vertrag in Offenbach läuft im Fall des Nichtaufstiegs in die dritte Liga Juni 2016 aus. Zu Beginn der kommenden Woche werden die Kickers, die „nur“ Tabellenfünfter mit neun Punkten Rückstand auf den Zweiten Mannheim sind, Klarheit über die zukünftige sportliche Ausrichtung haben. Das kündigte Remo Kutz, der neue Geschäftsführer der OFC Profi-GmbH, am Montag an. Er sagte auch im Hinblick auf die mögliche Neuausrichtung: „Wir haben mit vielen Leuten gesprochen.“ Mit wem, wollte Kutz nicht verraten. Nach Informationen der Rhein-Main-Zeitung tauschten sich die Verantwortlichen auch mit Oliver Reck aus. Der 50 Jahre alte ehemalige Offenbacher Torhüter ist ein aussichtsreicher Kandidat für den Trainerposten bei den Kickers. „Wir müssen auch für den Fall gerüstet sein, wenn wir nicht mit dem jetzigen Trainer und Sportlichen Leiter zusammenfinden“, sagte Kutz ganz allgemein. „Wir wären schlecht beraten, wenn wir keine Alternativen hätten.“

          Der OFC plant eine Neustrukturierung - ohne Schmitt?

          Schmitt verlor am Montag kein böses Wort über seinen Arbeitgeber. Er will keine Angriffsfläche bieten. Aber der gebürtige Chemnitzer weiß natürlich, was auf ihn zukommen könnte. „Ich bin der für den Sport Verantwortliche und arbeite an den Themen. Wenn es andere Ideen gibt, werden wir das sehen“, sagte er. „Es gibt strategische Überlegungen, bei denen ich nicht dabei bin.“ Aktuell läuft auf der Geschäftsstelle die Übergabe zwischen Kutz und seinem Vorgänger David Fischer. Von ihm hatten sich die Offenbacher in der zurückliegenden Woche getrennt – in beidseitigem Einvernehmen, wie es hieß. Bei der angestrebten „erfolgreichen Neustrukturierung“ (OFC-Präsident Helmut Spahn) hatten die Kickers die ersten Fakten geschaffen.

          An diesem Mittwoch will das Präsidium nun über die Finanzlage beraten. Nach der Übergabe der Geschäfte durch Fischer geht Kutz, der auch Vizepräsident ist, davon aus, in vollem Umfang über die wirtschaftliche Situation des Klubs informiert zu sein. „Ob der OFC investieren kann, ist schwer zu sagen“, meinte er am Montag. Eine Möglichkeit wäre, in dieser Saison noch einmal anzugreifen und die Mannschaft dementsprechend zu verstärken. Trainer Schmitt soll den Vereinsverantwortlichen noch in dieser Woche sein „Konzept in der Tiefe“ (Kutz) vorstellen.

          Oliver Reck signalisiert Interesse

          „Er bekommt von uns die Info, welchen finanziellen Rahmen wir haben.“ Anschließend, so der Geschäftsführer, werde eine Entscheidung getroffen, „ob wir den Weg mit dem Trainer gemeinsam gehen oder nicht“. Stand heute sei „ alles ergebnisoffen. Wir gehen ganz fair mit allen um“, fügte Kutz hinzu. Im Präsidium soll es durchaus kritische Stimmen über Schmitt geben.

          Dessen möglicher Nachfolgekandidat Reck hatte die Kickers schon vor einiger Zeit über Dritte wissen lassen, dass ihn der Trainerposten in Offenbach reizen würde. Nun wissen es die Verantwortlichen aus erster Hand. Es sollen gute Gespräche gewesen sein. Reck begann seine langjährige Bundesliga-Karriere in Offenbach, bevor er sie in Bremen und beim FC Schalke 04 fortsetzte. Cheftrainer war der gebürtige Frankfurter bisher bei Fortuna Düsseldorf.

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