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Ökumenischer Kirchentag : Aktuell ist anders

Der 3. Ökumenische Kirchentag findet vor allem digital statt. Bild: dpa

Der Ökumenische Kirchentag bietet rund 100 digitale Veranstaltungen an. Dadurch, dass ein Großteil des Programms vorab produziert worden ist, kann er nur bedingt auf tagespolitische Ereignisse reagieren.

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          Der digital aus Frankfurt übertragene Ökumenische Kirchentag (ÖKT), der am Donnerstag begonnen hat und am Sonntag endet, kann nur bedingt auf tagespolitische Aktualität reagieren. Die Gewalt in Nahost sowie die antisemitischen Vorfälle in mehreren deutschen Städten sind ein Thema, das unter gewöhnlichen Umständen breiten Widerhall auf einem Kirchentag finden würde. Zugleich zeigen sich in diesem Jahr die Nachteile eines teils vorproduzierten Programmes. Viele Videos mit Bibelarbeiten beispielsweise seien bereits vor einer oder zwei Wochen produziert worden, teilte Kirchentagspräsident Thomas Sternberg am Freitag mit. Auch einige Podien sind aufgezeichnet.

          Martin Benninghoff
          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Am Freitag wurde das Gespräch „Was tun wir gegen Antisemitismus?“ auf der Website oekt.de freigeschaltet. Darin wandte sich Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, gegen antijudaistische Stereotype und forderte die Kirchen eindringlich auf, dagegen vorzugehen. Als Beispiel für christlichen Judenhass nannte er die Anschuldigung, Juden hätten Jesus ermordet. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) sagte in einem Grußwort, Frankfurt, „Deutschlands jüdischste Stadt“, sei in dieser Hinsicht „keine Insel der Glückseligen“. Antisemitismus sei ein Problem in der Mitte der Gesellschaft.

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