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Holz-Hybridbauweise : Ökologischer Wohnturm mit Kita

Nachhaltig: Turm in Holz-Hybridbauweise in Wiesbaden als Animation Bild: HHVISION Gbr.

Auf dem ehemaligen Kasernengelände in Kastel soll bis Mitte 2023 ein ökologischer Wohnturm samt Kita entstehen. Geplant sind Wohnungen zwischen 56 und 102 Qua­dratmetern.

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          Die Wiesbadener Stadtentwicklungs­gesellschaft SEG beginnt ein ungewöhn­liches Wohnbauprojekt auf dem ehemaligen Kasernengelände in Kastel. Dort entsteht bis Mitte 2023 ein achtgeschossiger Wohnturm mit insgesamt 21 Wohnungen, die zwischen 56 und 102 Qua­dratmeter groß werden. Neun davon entstehen im geförderten Mietwohnungsbau. Eine weitere Besonderheit: Im Erdgeschoss werden künftig drei neue Krippengruppen als Erweiterung der be­nachbarten kommunalen Einrichtung „Haus der Bildung und Begegnung“ eingerichtet. Zudem ist ein Mehrzweckraum als Treffpunkt im Wohnquartier „Kastel Housing“ vorgesehen.

          Zum ersten Bauabschnitt auf dem Areal, den SEG und die kommunale Wohnbaugesellschaft GWW gemeinsam angehen, gehören auch Sanierung, Um­bau und Erweiterung eines ungenutzten Kasernengebäudes. Für dieses GWW-Projekt war das Richtfest schon im No­vember gefeiert worden.

          „Leuchtturmprojekt in Sachen Klima­schutz“

          Nun wurde auf einem 2500 Quadratmeter großen Areal der Grundstein für den Wohnturm ge­legt, mit dessen Bau aber tatsächlich schon im Oktober begonnen worden war. Laut SEG geht es um „ein Pilot- und Leuchtturmprojekt in Sachen Klima­schutz“.

          Der 12,5 Millionen Euro teure Wohnturm mit seiner Bruttogeschossfläche von 4000 Quadratmetern werde als erstes achtgeschossiges Wohngebäude in Holz-Hybridbauweise in Hessen gebaut. Holz-Hybridbauweise bedeute, dass nicht nur die Fassaden, sondern auch große Teile der Tragstruktur aus Massivholz hergestellt würden. Diese Konstruktion vereinbare die Vorteile des mineralischen Bauens beim Brandschutz mit den ökologischen Vorteilen des Holzbaus. Die große Masse an Massivholz binde große Mengen Kohlen­dioxid. Das Gebäude werde in 20 Be­triebsjahren so viele Emissionen ver­ursachen wie ein konventionelles Ge­bäude im ersten Jahr seiner Errichtung. Der Wohnturm genüge beim Primärenergiebedarf zudem den Anforderungen an ein „KfW 40“-Haus, die Kita denen eines „KfW 55“-Hauses.

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