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Nach Kinderporno-Verdacht : Opfer-Verein „entsetzt“ über Bewährung für Lehrer

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Ein ehemaliger Lehrer der Odenwaldschule war wegen des Besitzes von Kinderpornos angeklagt. Mit dem Missbrauchsskandal im Jahr 2010 hat der Fall aber nichts zu tun. Bild: dpa

Ein früherer Lehrer der Odenwaldschule hat in einer Berufung eine mildere Strafe für den Besitz von Kinderpornos bekommen. Der Verein Glasbrechen erklärt seine Bestürzung über das Urteil.

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          Der Verein Glasbrechen, der Missbrauchsopfer von der Odenwaldschule vertritt, hat „entsetzt“ auf die Bewährungsstrafe eines ehemaligen Lehrers wegen des Besitzes von Kinderpornografie reagiert. Wer solches Material habe, mache sich mitschuldig an „physischer und psychischer Gewalt gegen Kinder“, teilte der Verein am Freitag mit. Der Mann sei zudem Wiederholungstäter, es habe im Jahr 2000 an anderer Stelle schon einen Übergriff gegeben.

          Der 35 Jahre alte Mann war vom Landgericht Darmstadt am Donnerstag in einem Berufungsverfahren zu einer Haftstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt worden. Er war angeklagt, in seiner Zeit an der Privatschule zwischen 2011 und 2014 Unmengen entsprechender Dateien auf seinem Computer gehabt zu haben. Im ersten Verfahren im Februar 2016 hatte er eine Strafe von 14 Monaten ohne Bewährung erhalten. Damals war er bereits Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern gewesen.

          An der Odenwaldschule war 2010 ein Missbrauch von mindestens 132 Schülern an die Öffentlichkeit gekommen. Der Fall des angeklagten Lehrers gehört allerdings nicht zu dem Skandal. Die Einrichtung ist mittlerweile insolvent und geschlossen.

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