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Odenwaldschule : Missbrauchs-Ermittlungen gegen Lehrer eingestellt

  • Aktualisiert am

Wegen eines Kinderporno-Verdachts im Fokus der Öffentlichkeit: Die Odenwaldschule im hessischen Heppenheim. Bild: dpa

Wegen des Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern wird nicht länger gegen einen Ex-Lehrer der Odenwaldschule ermittelt. Die Ermittlungen wegen Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie gehen aber weiter.

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          Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat ein Ermittlungsverfahren gegen einen Lehrer der Odenwaldschule wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern eingestellt. Schüler hatten zuvor verdächtige Beobachtungen gemeldet. Alle Schüler, die als mögliche Opfer in Betracht gekommen seien, seien befragt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Darmstadt am Freitag mit. Sie hätten „unterschiedliche Verhaltensweisen“ des Lehrers geschildert, die Vernehmungen hätten jedoch „keine Anhaltspunkte für strafbare Missbrauchshandlungen des Lehrers ergeben“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

          Zu bewerten, ob der Lehrer gegen die Grundsätze der Schule verstoßen habe, sei nicht Aufgabe der Behörde, sagte der Sprecher weiter. „Die Grenze von strafbaren Handlungen ist nicht überschritten worden.“

          Die Ermittlungen gegen den kürzlich fristlos entlassenen Lehrer wegen des Verdachts des Besitzes von Kinderpornografie gehen aber weiter. Der 32 Jahre alte Pädagoge hatte zugegeben, Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen zu haben.

          Vor vier Jahren waren Jahrzehnte zurückliegende sexuelle Übergriffe an dem Reform-Internat nach langem Schweigen an die Öffentlichkeit gedrungen. Die Schule versprach daraufhin Reformen. Die Aufsichtsbehörden sehen sich in dem neuen Fall nicht ausreichend informiert. Die Odenwaldschule erhielt deshalb strengere Auflagen.

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