https://www.faz.net/-gzg-7oyuq

Odenwaldschule : Internatstag ohne Presse

  • Aktualisiert am

Die Odenwaldschule im hessischen Heppenheim Bild: dpa

Beim Informationstag an der Odenwaldschule in Heppenheim wurde der Presse der Zugang verwehrt. Die Schule sagte, das Angebot richte sich an Eltern von möglichen künftigen Schülern.

          Wie angekündigt hat die Odenwaldschule ungeachtet des neuen Missbrauchsverdachts am Samstag Interessierte zu einem „Internatstag“ empfangen. Die Öffentlichkeit war ausgeschlossen, Pressevertreter wurden an der Einfahrt zum Gelände abgewiesen.

          Bei der Informationsveranstaltung konnten sich Eltern und Schüler über das Angebot der Schule informieren, Räume ansehen und nach Anmeldung am Unterricht teilnehmen. Nach Angaben einer Sprecherin der Schule finden die nichtöffentlichen „Internatstage“ jedes Frühjahr mehrfach statt.

          Die Besucherzahlen hätten denen vorausgegangener Informationstage entsprochen, teilte die Sprecherin der Schule, Gertrud Ohling von Haken, mit. Die Schulleitung freue sich deshalb „über das anhaltende Interesse an der Odenwaldschule“. Der Termin am Samstag sei bereits
          seit Monaten angekündigt gewesen und nur für Eltern bestimmt, deren Kinder künftig möglicherweise die Schule besuchen.

          Im Zentrum des Missbrauchsverdachts steht ein fristlos entlassener Pädagoge, der 2011 an die Schule gekommen war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen möglicher sexueller Übergriffe. Betroffen seien möglicherweise mehrere Schüler. Der Mann hatte gestanden, Kinderpornos aus dem Internet heruntergeladen zu haben. Das Internat war schon in den vergangenen Jahren von einem Skandal erschüttert worden, als Vorwürfe untersucht wurden, dass dort seit den Sechzigern mehr als 100 Schüler von Lehrern sexuell missbraucht wurden, vor allem zu Hochzeiten der sogenannten Reformpädagogik.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kommentar zu Straßburg : Das ist deutsche Hybris

          Kann es uns wirklich besser als Franzosen, Briten und Spaniern gelingen, die Ausbreitung von integrationsunwilligen Parallelgesellschaften zu verhindern? Ein Kommentar.

          Von Afrika über China zu uns : Wo unsere Smartphones herkommen

          Wir benutzen sie jeden Tag, doch wir fragen uns selten, wo sie herkommen: Der Weg eines Smartphones beginnt in Afrika und Südamerika und führt zu riesigen Fabriken in China. Unsere Grafik nimmt Sie mit auf die Reise.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.