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Odenwaldschule : Altschüler bestätigen Rettungsversuch

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Internat in der Krise: Nach Kinderporno-Verdacht und neuen Missbrauchsvorwürfen forderten die Behörden eine Überarbeitung des pädagogischen Konzepts. Bild: dpa

Der Altschülerverein will helfen, den Fortbestand der Odenwaldschule über das kommende Schuljahr hinaus zu sichern. Es gebe „konkrete Überlegungen“, die Schule in eine gemeinnützige GmbH zu überführen.

          In die Rettungsbemühungen für die Odenwaldschule haben sich auch ehemalige Schüler eingeschaltet. Der Altschülerverein des krisengeschüttelten Internats teilte am Montag mit, helfen zu wollen, um den Fortbestand der Schule über das kommende Schuljahr hinaus zu garantieren. Berichte, dass der Verein die Schule übernehmen wolle, seien aber falsch. Der Vorstand des Vereins habe sich „in einem Schreiben an die Altschüler der Odenwaldschule gewendet, um ein Meinungsbild darüber zu erlangen, wie eine zukunftsweisendes Engagement aussehen könnte“.

          Den Berichten zufolge ist in einem Rundbrief an Mitglieder der Altschülervereinigung und des Förderkreises der Schule von „konkreten Überlegungen“ die Rede, die Einrichtung in eine gemeinnützige GmbH zu überführen. Das Sozialministerium in Wiesbaden wollte die Berichte unter Verweis auf derzeit laufende und „für den Fortgang des Internatsbetriebs relevanten Gespräche“ nicht kommentieren.

          Die Schule wird bisher von einem Trägerverein verwaltet. Nach einem Kinderporno-Verdacht und neuen Missbrauchsvorwürfen forderten die Behörden erst kürzlich Nachbesserungen am neuen pädagogischen Konzept, damit der Einrichtung nicht die Genehmigung entzogen wird. An dem Internat waren vor Jahrzehnten mindestens 132 Schüler von Lehrern missbraucht worden. Der Skandal wurde erst 2010 publik.

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