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Anbieter insolvent : Wer sammelt nun die ganzen Obike-Leihräder ein?

  • Aktualisiert am

Was passiert mit den Fahrrädern: Anbieter Obike ist abgetaucht. Bild: dpa

Frankfurt hat sich mittlerweile mit der Leihfahrrad-Situation arrangiert. Nun hat der Anbieter Obike Insolvenz angemeldet und ist nicht mehr zu erreichen. Die rund 1200 Fahrräder stellen die Stadt vor eine Herausforderung.

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          Nach dem zwischenzeitlichen Wildwuchs von Leihfahrrädern in Frankfurt zeigt sich das Verkehrsdezernat der Stadt mit der derzeitigen Situation zufrieden. Es sehe momentan ganz positiv aus, sagte Stefan Lüdecke vom Verkehrsdezernat der Deutschen Presse-Agentur. Zwar gebe es nach wie vor Beschwerden über kreuz und quer abgestellte Fahrräder. „Die Befürchtungen, dass das ganz große Chaos ausbricht, sind aber nicht eingetreten“, sagte er.

          Probleme könnten aber die abgestellten Leihräder des Anbieters Obike machen. Für Unruhe sorgt, dass Obike Singapur Insolvenz angemeldet hat. Auf die Geschäfte an anderen Standorten soll dies nach Angaben des Unternehmens vom Juni aber keine Auswirkungen haben.

          Anbieter nicht mehr zu erreichen

          Fraglich ist, was mit den rund 1200 Leihfahrrädern von Obike in Frankfurt passiert. Für die zuständigen Behörden in mehreren deutschen Städten ist der Anbieter nicht mehr zu erreichen. Damit ist auch die Frage ungeklärt, wer die womöglich nicht mehr gebrauchten Fahrräder wegräumt.

          Das Verkehrsdezernat habe im Juni erfahren, dass Obike seine Aktivitäten in Frankfurt beende, sagte Lüdecke. Zuletzt habe man am 4. Juli Kontakt gehabt. „Da hieß es, sie würden noch nach einer Firma suchen, die die Fahrräder wegräumt. Wenn das nicht geschieht und wir keinen Ansprechpartner mehr haben, dann muss die Stadt die Räder selber einsammeln und die Kosten der Firma in Rechnung stellen.“

          Behinderung des Gehwegs

          Grundsätzlich seien die Leihfahrräder eine Bereicherung für die Stadt, da sie die Möglichkeit böten, sich klimafreundlich fortzubewegen, sagte Lüdecke. Beschwerden von Bürgern gebe es vor allem über Räder, die vor Einfahrten oder auf Gehwegen abgestellt seien. Die Beschwerden leite man dann an die Anbieter weiter.

          Dass Kunden ihre Räder einfach irgendwo stehen lassen können, ist in Frankfurt bei den Anbietern Byke, Limebike und Obike möglich. Call a Bike und Nextbike setzen dagegen auf Radstationen.

          Anfang des Jahres hatte die Stadt ein Regelwerk aufgestellt, das Probleme besonders mit den kreuz und quer abgestellten Rädern beseitigen sollte. Auf Anregung des Verkehrsdezernats habe etwa der Anbieter „Bikey“ andere Ständer verwendet, damit die Räder nicht mehr so leicht umfallen, sagte Lüdecke.

          Stadt mit Leihrad-Lage insgesamt zufrieden

          Die Stadt Frankfurt ist mit der Situation der Leihräder mittlerweile zufrieden. Es sehe momentan ganz positiv aus, sagte Stefan Lüdecke vom Verkehrsdezernat der Deutschen Presse-Agentur. Zwar gebe es nach wie vor Beschwerden über kreuz und quer abgestellte Fahrräder. „Die Befürchtungen, dass das ganz große Chaos ausbricht, sind aber nicht eingetreten“, sagte er.

          Probleme könnten aber die abgestellten Leihräder des Anbieters Obike machen. Für Unruhe sorgt, dass Obike Singapur Insolvenz angemeldet hat. Auf die Geschäfte an anderen Standorten soll dies nach Angaben des Unternehmens vom Juni aber keine Auswirkungen haben.

          Fraglich ist, was mit den rund 1200 Leihfahrrädern von Obike in Frankfurt passiert. Für die zuständigen Behörden in mehreren deutschen Städten ist der Anbieter nicht mehr zu erreichen. Damit ist auch die Frage ungeklärt, wer die womöglich nicht mehr gebrauchten Fahrräder wegräumt. (lhe)

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