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Oberbürgermeisterwahl : Grüne „Powerfrau“

Bild: Wonge Bergmann

Als erfahrene, verlässliche und gradlinige „Powerfrau“ wollen die Frankfurter Grünen ihre Oberbürgermeisterkandidatin Rosemarie Heilig präsentieren.

          An diesem Wochenende werden sie mit dem klassischen Wahlkampf beginnen. Erstes Ziel ist nach den Worten von Parteisprecherin Martina Feldmayer das Erreichen der Stichwahl: „Danach ist alles möglich.“

          Hans Riebsamen

          Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

          Im Wahlkampf der Grünen soll es vor allem um Fluglärm, Soziales und Energie gehen. Fluglärm werde das Hauptthema sein, kündigte Heilig gestern bei der Vorstellung der Kampagne an. Dazu gibt es ein Plakat mit dem Slogan: „Laut gegen Lärm? - Und OB.“ Die Kandidatin, die eigenen Angaben zufolge schon gegen den Bau der Startbahn West demonstriert hat, ist überzeugt davon, dass es keine neue Landebahn gegeben hätte, wenn den Betroffenen die Wahrheit über den zu erwartenden Lärm gesagt worden wäre.

          Soziale Gleichheit und erneuerbare Energien

          „Frankfurt bezahlbar für alle“ lautet der Slogan eines weiteren Plakats, mit dem Heilig darauf hinweisen will, dass in Frankfurt niemand an den Rand gedrängt werden dürfe. Das Plakat mit dem Spruch „Neue Energie für Frankfurt“ soll an die geplante Energiewende erinnern und daran, dass die Grünen Atomkraft, Kohle, Erdgas und Erdöl durch erneuerbare Energien ersetzen wollen. 2000 dieser Plakate will der Kreisverband der Grünen in den nächsten Tagen aufhängen. In einer zweiten Welle sollen zwei noch bisher geheime Plakate folgen, die mehr die Persönlichkeit der Bewerberin hervorheben sollen.

          72 Stunden vor der Wahl am 11. März wollen die Grünen in die ganze Stadt ausschwärmen und mit „Mundfunk“ noch einmal für Heilig werben, sagte der Bundestagsabgeordnete Omid Nouripour, der ebenfalls Sprecher der Partei ist. Für Heilig setzen sich vier grüne Oberbürgermeister ein: Jochen Partsch aus Darmstadt, Horst Frank aus Konstanz, Roland Kern aus Rödermark und Boris Palmer aus Tübingen, der am 17. Februar zu einer Veranstaltung zum Thema Stadtentwicklung anreisen wird. Diese vier und der Friedrichsdorfer Bürgermeister Horst Burghardt werben für die Frankfurter Kandidatin in der vier Seiten umfassenden Wahlkampfzeitung, die per Post an 100.000 Haushalte verteilt werden soll. Dazu gibt es noch zwei Flugblätter, eines zum Thema Fluglärm, das andere zur Persönlichkeit Heiligs.

          Als Wahlkampfhöhepunkt sehen die Grünen eine Veranstaltung am 7. März im Gallus-Theater mit dem Bundesvorsitzenden Cem Özdemir und dem Darmstädter Oberbürgermeister Partsch an. Heilig möchte erreichen, was Partsch und Palmer, aber noch keiner Frau aus den Reihen der Grünen gelungen ist: Stadtoberhaupt einer Großstadt zu werden.

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