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Ob Rad, Bus oder Müllwagen : Land fördert E-Mobilität mit 2,3 Millionen Euro

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Mit dem Strom fahren: Ein Elektroauto tankt Strom. Auch Hessen will etwas für die E-Mobilität tun. Bild: dpa

Kurze Reichweite, wenige Ladestationen, mangelnde Akzeptanz: E-Mobilität ist derzeit nur bei Fahrrädern gefragt. Hessen will das mit vielen Projekten ändern. Vier Beispiele.

          Bei der Förderung der Elektromobilität setzt die hessische Landesregierung auf kommunale Fahrzeugflotten, E-Busse und Radwege mit Stromversorgung. Private Elektroautos würden dagegen nicht mit Geld vom Land unterstützt, da hier der Bund bereits Programme aufgelegt habe, sagte der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) am Dienstag in Wiesbaden. Die SPD-Fraktion im hessischen Landtag bezeichnete Investitionen in die E-Mobilität als „längst überfällig“. Statt auf Einzelprojekte zu setzen sollte das Land jedoch besser eine Gesamtstrategie verfolgen.

          Zu Jahresbeginn waren in Hessen rund 11.700 Hybridautos sowie knapp 2000 reine Elektrofahrzeuge zugelassen. Die schwarz-grüne Landesregierung will Fortbewegung mit Elektrokraft 2017 mit 2,3 Millionen Euro fördern, in diesem Jahr sind es 1,5 Millionen Euro. In welche Projekte fließt das Geld?

          Beispiel „eFlotte“: In einem ersten Durchgang konnten hessische Unternehmen zwei Wochen lang kostenlang E-Autos testen. Aus 1600 Bewerbungen hatte das Wirtschaftsministerium 60 ausgewählt. „Die haben jetzt nicht alle sofort E-Autos beim Händler bestellt“, sagte Al-Wazir. Er gehe jedoch davon aus, dass bei den nächsten Neuanschaffungen in einigen Firmen E-Autos dabei sein werden. Als nächstes testen hessische Kommunen die Wagen mit Stromantrieb im Verwaltungsalltag.

          Beispiel „E-Mobilität an der Deutschen Märchenstraße“: Bei dem Projekt für umweltfreundlichen Tourismus sind unter anderem das Regionalmanagement Nordhessen, die Frankfurter Fachhochschule und ein Hersteller von Ladestationen mit im Boot. Geplant sind 9 Verleihstationen mit 15 E-Autos und 75 Pedelecs (E-Fahrräder). Von den Kosten von 294.000 Euro übernimmt das Land 146.000 Euro.

          Beispiel „Silent Green“: Nach den Worten von Al-Wazir ist es nicht nur ein Abgas- sondern auch ein Lärmproblem, wenn morgens kurz nach sechs Uhr der Müllwagen kommt. Die Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH will mit Unterstützung des Landes nun ein Hybrid-Müllsammelfahrzeug testen. Für die Fahrt ins Wohngebiet verbrennt der Wagen Erdgas, vor Ort läuft der Betrieb elektrisch. Das Land steckt laut Ministerium 417.000 Euro in das Pilotprojekt, dass insgesamt 650.000 Euro kostet.

          Beispiel „Projekt Komekan“: Hier sollen E-Fahrzeuge von den Kommunen und ihren Bürgern gemeinsam genutzt werden. Im kommenden Jahr wollen Mörfelden-Walldorf und Friedrichsdorf im Rhein-Main-Gebiet testen, ob das klappt. Außerhalb der Dienstzeiten wird die Flotte nach dem Carsharing-Prinzip an Privatleute verliehen.

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