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OB preist Pläne als „großen Wurf“ : Ikea will Einrichtungshaus in Wetzlar bauen

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Bald wohl auch in Wetzlar: In Wallau, Frankfurt, Hanau und Siegen ist Ikea schon Bild: AFP

Ikea will in Wetzlar ein Einrichtungshaus bauen. Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) bezeichnet die Pläne als großen Wurf für die Stadtentwicklung.

          Die schwedische Möbelkette Ikea plant ein Einrichtungshaus im mittelhessischen Wetzlar. Die Filiale soll auf einer Industriebrache in der Nähe der City entstehen, wie Ikea, Stadt und das Unternehmen Heidelberg-Cement am Dienstag mitteilten.

          Eröffnet werden könnte der Möbelmarkt Ende 2016. Bis 2010 hatte zuletzt Heidelberg-Cement auf dem rund 70.000 Quadratmeter großen Areal produziert.Oberbürgermeister Wolfram Dette (FDP) bezeichnete die Pläne von Ikea als großen Wurf für die Stadtentwicklung.

          Die bisher letzte größere Handelsansiedlung in Wetzlar war Mitte des vergangenen Jahrzehnts das Forum, ein Shopping Center, gewesen. Zuvor hatte die Stadt unter deutlichem Abfluss von Kaufkraft vor allem nach Gießen gelitten.

          Weniger als eine Autostunde entfernt

          Bereits vor einigen Wochen hatte es Spekulationen um eine  mögliche Ansiedlung des Möbelriesen in Mittelhessen gegeben. So war auch die Stadt Gießen als möglicher Standort genannt worden. Ikea ist in Hessen schon in Wallau, Frankfurt, Hanau und Kassel präsent sowie in Siegen, das wie Frankfurt weniger als Autostunde von Wetzlar entfernt liegt.

          Strukturwandel: Wo Arbeiter von Heidelberg-Cement vor wenigen Jahren noch Kalksteinmühlen reparierten, will Ikea bald Möbel und mehr verkaufen

          In der Vergangenheit hat Ikea nicht immer gute Erfahrungen mit Ansiedlungs- und Ausbauwünschen gemacht. So hat es reihenweise Proteste gegen den sogenannten Homepark, ein Fachmarktzentrum, in Wallau gegeben. Einsprüche kamen auch aus Wiesbaden und Mainz. Der Homepark soll nach dem Tauziehen nun in diesem Frühjahr eröffnet werden. Und im Herbst lehnte die Regionalversammlung Rhein-Main den Plan des Ikea-Konkurrenten ab, ein großes Einrichtungshaus in Bad Vilbel zu bauen.

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