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„NSU 2.0“ : Neue Drohmails und ein Trittbrettfahrer

83 Drohschreiben: Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat weitere „NSU-2.0“-Mails bestätigt (Symbolbild). Bild: dpa

Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat am Donnerstag 14 weitere „NSU 2.0“-Drohschreiben bestätigt. Vier Schreiben hatte ein ehemaliger Polizist aus Bayern verschickt – den die Staatsanwaltschaft allerdings für einen „Trittbrettfahrer“ hält.

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          Die Zahl der in Hessen registrierten Drohmails mit der Unterschrift NSU 2.0 ist inzwischen auf 83 gestiegen. 14 davon seien nach der Sondersitzung des Innenausschusses am 21. Juli verschickt worden, berichtete Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) am Donnerstag im Landtag in einer Sondersitzung des Rechtsausschusses. Hinzu kamen vier Schreiben, die ein ehemaliger bayerischer Polizeibeamter und seine Ehefrau verschickt hatten. Die beiden würden als „Trittbrettfahrer“ eingeschätzt, sagte der Frankfurter Oberstaatsanwalt Michael Löer. Er trat dem Vorwurf der Opposition entgegen, dass die Staatsanwaltschaft in der Affäre der Drohmails nicht mit der nötigen Entschlossenheit vorgehe.

          Ewald Hetrodt

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Wie berichtet, hatte der Chef der Staatsanwaltschaft Frankfurt, Albrecht Schreiber, in der Sitzung des Innenausschusses erklärt, dass man den Fall der Kabarettistin Idil Baydar im November 2019 übernommen, aber erst im Sommer 2020 den ersten Polizisten als Zeugen vernommen habe. Löer trug am Donnerstag eine lange Liste von Einzelmaßnahmen vor. Dazu zählten Überwachungsmaßnahmen ebenso wie die Analyse von Datenverkehren und die Formulierung von Auskunftsersuchen. Weil immer wieder neue Ermittlungsansätze hinzugekommen seien, habe man immer wieder neue Prioritäten gesetzt. Die Vernehmung von Polizisten habe nicht dazu gehört, weil man dazu nicht die besten Erfahrungen gemacht habe. Sie sei aber im März geplant gewesen und an der Corona-Pandemie gescheitert.

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