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FDP rügt Regierung : Ein Zehntel der Notrufe läuft ins Leere

Die Nummer für den Notfall Bild: dpa

In der Nacht des rassistischen Anschlags von Hanau war die Polizei teilweise nicht erreichbar. Aber auch in anderen Fällen hat längst nicht jeder Anrufer via 110 die Polizei erreicht.

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          Ungefähr ein Zehntel der im vergangenen Jahr unter der nationalen Nummer 110 in den hessischen Leitstellen eingegangenen 788261 Notrufe ist nicht angenommen worden. Das geht aus der schriftlichen Antwort des Innenministers Peter Beuth (CDU) auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Stefan Müller (FDP) hervor. Die Ursachen sieht der Unionspolitiker aber nicht auf der Seite der Polizei. „Als Gründe kommen unter anderem die Beendigung seitens des Anrufers, Fehlanrufe, der Missbrauch von Notrufeinrichtungen sowie leitungsbedingte Abbrüche durch Störungen im Mobilfunk- und Festnetz in Betracht“, schreibt der Minister.

          Ewald Hetrodt
          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung in Wiesbaden.

          Die eingehenden Notrufe würden schnellstmöglich beantwortet, bewertet und je nach Dringlichkeit bearbeitet, stellt Beuth fest. Dass dies in der Nacht des Anschlags von Hanau im Februar 2020 im Offenbacher Polizeipräsidium Südosthessen für mehrere Anrufe nicht galt, führt er auf eine veraltete Technik zurück, die inzwischen auf den neuen Stand der anderen sechs Polizeipräsidien gebracht worden sei.

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