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Notleidendes „Leuchtturmprojekt“ : Partikeltherapie: Land bereitet Klage gegen Rhön AG vor

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Lang und flach: das Partikelzentrum in Marburg von außen Bild: F.A.Z. - FOTO DIETER RÜCHEL

Bis Jahresende sollen in der Partikeltherapieanlage am Uni-Klinikum Marburg erstmals Krebspatienten behandelt werden. Doch sieht es weiter nicht danach aus. Nun bereitet das Land eine Klage gegen die Rhön AG vor.

          Im Streit um das drohende Aus für die Partikel-Krebstherapie in Marburg bereitet das Land eine Klage gegen die Rhön Klinikum AG vor, die Mehrheitseigentümerin und Betreiberin des Uni-Klinikums Gießen und Marburg. Sie  werde fristgerecht spätestens zum 1. März 2014 eingereicht, teilte das Wissenschaftsministerium in Wiesbaden mit.

          Dadurch wahre das Land seine Rechtsposition, sagte Ministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU). Angesichts der  laufenden „konstruktiven Gespräche“ bleibe aber die begründete Hoffnung, dass die Anlage ohne Klage in Betrieb gehen werde.

          Anlage gehört Siemens

          Rhön hatte sich beim Kauf des im Februar 2006 privatisierten Universitäts-Klinikums Gießen und Marburg (UKGM) verpflichtet, bis Ende 2012 die 100 Millionen Euro teure Anlage zur Behandlung von Gehirntumoren zum Laufen zu bringen. Die Frist wurde dann im Januar dieses Jahres um ein weiteres Jahr verlängert.

          Die Rhön AG hatte schon 2011 geltend gemacht, dass sich die im Besitz von Siemens Health Care befindliche Anlage zur Patientenbehandlung nicht rechne. Seit Monaten verhandeln das Land und Rhön mit dem Universitätsklinikum Heidelberg über eine Kooperation. Dort wird diese Form der Krebstherapie schon länger eingesetzt.

          Siemens will sich aus dem Projekt verabschieden. Ein künftiger Betreiber müsste die Anlage demnach gänzlich in Eigenverantwortung führen. Dies besagt ein Vorstandsbeschluss.

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