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Saugwurm-Plage in Hessen : Nilgänse trüben Badespaß

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Übeltäter zu Land und zu Wasser: Afrikanische Nilgänse verbreiten den giften Saugwurm. Bild: dpa

Bei hochsommerlichen Temperaturen locken Freibäder und Seen zahlreiche Gäste an. Doch Saugwürmer trüben das Badevergnügen. Nun hat man die Ursache für die Plage gefunden.

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          Die Saugwurm-Larven, die das Badevergnügen in Darmstadts Innenstadtsee trüben, stammen aus dem Kot von Nil- und Kanadagänsen sowie anderen Wasservögeln. Die bei manchen Menschen Juckreiz und Quaddeln auslösenden Zerkarien würden durch den Kot dieser Vögel als Wurmeier ins Wasser ausgeschieden. Das teilte die Stadt auf Anfrage mit. „Die momentane sommerliche Witterung wirkt sich begünstigend auf die Vermehrung der Zerkarien aus“, sagte Stadtsprecher Daniel Klose am Donnerstag. Im Kampf gegen die sich ständig weiter ausbreitenden Nilgänse will Darmstadt ähnliche Wege gehen wie Frankfurt.

          Wegen der Mitte Januar begonnenen Schonzeit könnten die Vögel derzeit nicht geschossen werden, sagte Klose. Dies werde sich aber möglicherweise ab 15. September ändern. Zugleich setzt Darmstadt - wie im Frankfurter Ostpark - auf einen Sichtzaun für Nilgänse. Dieser soll in den nächsten Tagen am „Großen Woog“ aufgestellt werden. Das genaue Datum sei noch unklar.

          In Frankfurt ist der schwarze Sichtschutzzaun am Weiher zum Gespött geworden, weil mehrere Nilgänse einfach darüber geflogen sind. Was er gebracht hat, wertet die Stadt noch bis Ende August aus. Denn: Ein großer Teil der Gänse sei bis Ende Juli in der Mauser und in dieser Zeit flugunfähig, berichtete Susanne Schierwater vom Umweltdezernat. Im größten Frankfurter Schwimmbad wurden im vergangenen Jahr zur Abschreckung auch einige Tiere erlegt.

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