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Nach Starkregen in Nordhessen : Supermarkt und Bankfiliale „hüfthoch“ voll Wasser

  • Aktualisiert am

Verschluckt: ein Gully bei Starkregen Bild: dpa

Besonders in Nordhessen ist am Sonntag viel Regen gefallen. In der Folge liefen nicht nur Keller voll. Der Deutsche Wetterdienst erwartet aber vorerst keinen Starkregen mehr. Zumindest keinen plötzlichen.

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          Starkregen hat in Nord- und Mittelhessen zu Überschwemmungen, Verkehrsbehinderungen und Unfällen geführt. Am Sonntagabend kam es zu zahlreichen Zusammenstößen auf den Straßen. Innerhalb von nur fünf Stunden musste die Autobahnpolizei Baunatal zu elf Unfällen mit 16 beteiligten Personen ausrücken, wie die Polizei in Kassel am Montag bilanzierte. Es blieb meist bei Blechschäden. Drei Personen wurden leicht verletzt. Die Sachschäden summierten sich auf rund 130 000 Euro. Elf Autos mussten abgeschleppt werden.

          In der Wetterau wurde die überflutete Autobahn 5 in Richtung Frankfurt für rund eine Stunde gesperrt. Mehrere Autos blieben zwischen Friedberg und Ober-Mörlen in den Wassermassen stecken. Wie die Polizei in Friedberg mitteilte, stand das Wasser teilweise bis zu den Blinkern der Wagen. Menschen wurden nicht verletzt. Die Aufräumarbeiten zogen sich bis zum Montagnachmittag hin.

          Dauerregen führte auch zu Überschwemmungen im nordhessischen Nieste. Dort wurden eine Bankfiliale, ein Supermarkt und eine Bäckerei überschwemmt. Nachdem der Bach Nieste wegen der Niederschläge über die Ufer getreten war, stand das Wasser etwa 70 Zentimeter hoch in dem Gebäudekomplex. Am Montagmittag hatte die Feuerwehr die Lage weitgehend im Griff. „Wir holen die Wasserreste mit Saugern aus dem Gebäude“, sagte Benjamin Boßmann, der stellvertretende Gemeindebrandinspektor. Wie hoch der Sachschaden ausfällt und wann die Geschäfte wieder öffnen können, war zunächst unklar.

          In Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis) liefen mehrere Keller voll, wie ein Sprecher der Polizei Eschwege mitteilte. Schlammlawinen wälzten sich durch den Ort, wie die „Hessische/Niedersächsische Allgemeine“ (HNA) berichtete. Einige Straßen wurden überspült und waren nicht passierbar.

          In den kommenden Tagen soll es in Hessen weiter regnen. „Ich erwarte aber keinen plötzlichen Starkregen mehr wie am Wochenende“, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach. Besonders betroffen sei der Norden Hessens. Auch am Dienstag kommt es noch zu Schauern. Dann ist laut dem Wetterexperten der Nordosten jedoch weniger betroffen. Dazu kommen Temperaturen zwischen 18 und 23 Grad.

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