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Heute in Rhein-Main : Was haben die Hessen abends im Lockdown gemacht?

Viele Babys: Ein Säugling hält die Hand seiner Mutter. Bild: dpa

Bauern bleiben auf ihrem Spargel und ihren Erdbeeren sitzen. In Hessen gibt es viele Coronababys. Die Frankfurter Buchmesse rechnet mit vielen Ausstellern. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          schade, dass man nicht öfter als dreimal am Tag essen kann, oder unseretwegen viermal. Wir wüssten schon etwas anzufangen mit all dem Spargel und den Erdbeeren, die gegenwärtig auf den Feldern stehen bleiben, weil die Nachfrage deutlich zurückgegangen ist. Die Kundschaft kalkuliert knapper, weil sie die Inflation spürt und sich wegen des Krieges in der Ukraine sorgt. Schön, dass wir in einer Marktwirtschaft leben und sich geringere Nachfrage in geringeren Preisen niederschlägt, so dass sich der eine oder andere doch noch etwas gönnt. Und schade, dass sich die Krise dann bei den Landwirten niederschlägt, die ihre eigenen Kosten nicht so einfach senken können. Hoffen wir, dass es nächstes Jahr alles wieder besser aussieht.

          Manfred Köhler
          Ressortleiter der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Aber das Leben ist jetzt auch nicht eine einzige Qual. Das Statistische Landesamt meldete am Dienstag, im vergangenen Jahr habe es 2.160 mehr Geburten in Hessen gegeben als im Jahr zuvor, und es sei überhaupt die höchste Zahl seit 1997 gewesen. „Viele Coronababys in Hessen“, schreibt die Rhein-Main-Zeitung der F.A.Z., denn Kollege Rainer Schulze ist sich ziemlich sicher, das habe an all der Langeweile in Zeiten des Lockdowns gelegen. Und wirft die Frage auf, wie viele der insgesamt 61.550 Neugeborenen wohl „Corona“ genannt wurden. Ob es auch in dieser Hinsicht einen Boom gab, wird sich noch klären lassen.

          Zu den beliebtesten Fragen gehört nach wie vor, was sich denn dauerhaft ändern werde, wenn die Pandemie erst eines Tages vorbei sei. Und zu den Branchen, die mit besonders großer Sorge in die Zukunft blicken, zählt die Messewirtschaft. Vielleicht ist es aber doch so, dass virtuelle Treffen ein echtes Zusammenkommen von Herstellern und Abnehmern tagsüber am Messestand und abends an der Hotelbar nicht ersetzen können. Die Organisatoren der Buchmesse meldeten jedenfalls am Dienstag, für den Termin in diesem Oktober hätten sich schon 4.000 Aussteller angemeldet, doppelt so viele, wie im vergangenen Jahr gekommen waren.

          Und außerdem hat der neue hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) in seiner ersten Regierungserklärung die Bedeutung des Klimaschutzes herausgestrichen +++ wird ein Werk afrikanischer Künstler mit einem Wettersatelliten ins All geschossen, der regionale Bezug: Eumetsat, der Betreiber dieser Satelliten sitzt in Darmstadt +++ ist die Höchster Porzellanmanufaktur insolvent.

          Einen angenehmen Abend wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

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          Das Wetter für Mittwoch

          Hohe Regenwahrscheinlichkeit, Temperaturen zwischen 12 und 22 Grad.

          Geburtstag haben am Mittwoch

          Jörg Cezanne (Die Linke), von 2017 bis Oktober 2021 Mitglied des Deutschen Bundestags, Groß-Gerau (64); Andreas Kowol (Die Grünen), Dezernent der Stadt Wiesbaden (60); Edgar Itt, ehemaliger Leichtathlet aus Gelnhausen, Olympiadritter 1988 in Seoul (55); Fabiana Jarma, Tänzerin, Gründerin und Leiterin der Academia de Tango, Frankfurt (55); Philipp Fürst zu Stolberg-Wernigerode, Vorstandsvorsitzender des Hessischen Poloclubs Luisenlust, Hirzenhain (55); Michael Kammermeier, Küchenchef im Restaurant Ente im Hotel Nassauer Hof, Wiesbaden (44); Michael Söhlke, Geschäftsführer der Asbach GmbH, Rüdesheim (44).

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