https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/newsletter-hauptwache/heute-in-rhein-main-voller-ueberraschungen-18347226.html

Heute in Rhein-Main : Voller Überraschungen

Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Montag mal wieder für Aufsehen gesorgt. Bild: dpa

Eine ungeplante Städtepartnerschaft und eine Tafel, die sich nicht benutzen lassen will: Peter Feldmann ist in Höchstform. Außerdem wird der neue Impfstoff ausgegeben. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          2 Min.

          Guten Abend,
          hatten wir in diesem Newsletter eigentlich schon einmal geschrieben, dass Peter Feldmann stets für eine Überraschung gut ist? Die neueste: Der Frankfurter Oberbürgermeister trifft am Montag auf einem Kongress in Prag Vitali Klitschko und übergibt dem Kiewer Bürgermeister den Entwurf eines Vertrags über eine Städtepartnerschaft. Scheint ok soweit, nur hatten die Stadtverordneten beschlossen, dass sich Frankfurt um eine Partnerschaft mit einer Stadt in der Ukraine erst nach einem Ende des Krieges dort kümmern wolle, und speziell von Kiew war auch nicht die Rede gewesen. Also ist gar nichts ok. Als erstem ist es Yanki Pürsün von der Frankfurter FDP aufgefallen, dass das so gar nicht geht. Geht auch nicht, dass der Oberbürgermeister seine Unterstützer (welche?) dazu aufruft, keine Plakate zu kleben, sondern das Geld lieber der Frankfurter Tafel zu spenden, denn, so Feldmann in seiner unnachahmlichen Art, Plakate machten nicht satt. Tags drauf heißt es von der Frankfurter Tafel, man möchte doch bitte nicht politisch vereinnahmt werden. Klingt alles lustiger, als es ist. Wir reden hier immerhin vom Stadtoberhaupt einer der größten Städte Deutschlands.

          Manfred Köhler
          Ressortleiter der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Keine Überraschung ist es hingegen, dass seit Montag der neue Corona-Impfstoff ausgegeben wird, das war schon länger bekannt. Darf man es überraschend nennen, dass die Nachfrage rege ist? So hat es Kollegin Monika Ganster am Dienstag erfahren. Im Frankfurter Impfzentrum wird das Biontech-Produkt so geimpft, wie es die Ständige Impfkommission empfiehlt: Als dritte Impfung für alle von zwölf Jahren an, deren Grundimmunisierung oder Corona-Infektion mindestens sechs Monate her ist, als vierte Impfung vor allem für die Älteren und besonders Gefährdeten.

          Keine Überraschung ist auch, dass der Intendant des Hessischen Rundfunks den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gut findet, aber bei einem Gespräch im Frankfurter Presse-Club ließ Florian Hager, erst seit März im Amt, doch schon auch erkennen, dass die Vorgänge im RBB den gebührenfinanzierten Sendern nicht gut tun, und dass die Inflation sie dazu zwingen wird, die Sparanstrengungen zu vergrößern. Unangenehm gerade in einer Zeit, in der sich der Rundfunk angesichts der Digitalisierung regelrecht neu erfinden muss (genauso wie die Zeitungen). Wer dem eloquenten Hager lauschte, mochte immerhin denken, dass dem HR mit ihm an der Spitze – jung und doch schon viel herumgekommen – nicht bange sein muss.

          Hauptwache – Der F.A.Z. Newsletter für Rhein-Main

          Sonntags bis donnerstags um 21.00 Uhr

          ANMELDEN

          Und außerdem ist die Zahl der Hessen mit 6,37 Millionen so hoch wie nie +++ sind jetzt Kupferstiche aus der Zeit vor Dürer im Städel zu sehen +++ wird im Frankfurter Nordend der McDonald’s abgerissen, und Kollege Matthias Trautsch kommentiert so trocken wie treffend: damit ist die Gentrifizierung des Viertels nun abgeschlossen.

          Einen angenehmen Abend wünscht Ihnen

          Ihr Manfred Köhler

          Aktuelle Meldungen aus der Region lesen Sie auch im Skyline-Blick, unserem Nachrichten-Liveblog für die Rhein-Main-Region, und auf der Seite der Rhein-Main-Zeitung.

          Das Wetter für Mittwoch

          Oft ist es dicht bewölkt, örtlich gibt es Schauer, selten Gewitter. Ab und zu scheint auch die Sonne. Höchsttemperaturen um 15 Grad.

          Geburtstag haben am Mittwoch

          Hans Jürgen Ruhland (CDU), früherer ehrenamtlicher Stadtrat in Friedrichsdorf (70); Paul Achleitner, von 2012 bis Mai 2022 Aufsichtsratsvorsitzender der Deutschen Bank AG, Frankfurt (66); Ursula Grzechca-Mohr, Kunsthistorikerin, Leiterin des Städtischen historischen Museums im Gotischen Haus, Bad Homburg (64); Gerhard Greiner, Vorsitzender des Bundes Deutscher Architekten in Hessen, Frankfurt (60); Elmar Fulda, Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt (58); Sebastian Baden, Direktor der Schirn Kunsthalle Frankfurt (42); Andreas Bechmann, Zehnkämpfer bei der LG Eintracht Frankfurt, Frankfurter Sportler des Jahres 2021 (23).

          Hinweise auf Veranstaltungen finden Sie online.

          Weitere Themen

          Freiwillig mit Tempo 100

          Heute in Rhein-Main : Freiwillig mit Tempo 100

          Der hessische Innenminister droht Klimaprotestlern mit Vorbeugehaft. Kassenärzte protestieren am Mittwoch mittels geschlossener Praxen. Und die Ausländerbehörden beschweren sich über kompliziertes Regelwerk. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          Mehr Licht und gute Umsätze

          Frankfurter Innenstadt : Mehr Licht und gute Umsätze

          Die Frankfurter Zeil ist jetzt auch erleuchtet, und im Einkaufszentrum bei der Messe können Kunden Schlittschuh laufen. Viele Frankfurter Händler haben am ersten Adventswochenende einen guten Start hingelegt.

          Topmeldungen

          Ein Mitarbeiter der Salzgitter AG reinigt die Abstichrinne am Hochofen. Auch dem Stahlkonzern machen Inflation und hohe Energiepreise zu schaffen. 10:16

          F.A.Z. Frühdenker : Wie hoch ist die Inflation im November?

          Die Verkehrsminister von Bund und Ländern sollen Geld für das 49-Euro-Ticket zusichern. Die Inflationsdaten für November werden bekanntgegeben. Und die WM geht in die heiße Phase. Alles Wichtige im Newsletter für Deutschland

          Twitter-Chef in Aufruhr : Musk geht auf Apple los

          Der neue Twitter-Eigentümer behauptet, der iPhone-Hersteller drohe mit einem Rauswurf aus dem App Store und schalte kaum noch Anzeigen. Musk suggeriert, Apple wolle Twitter zensieren – und fragt: „Hassen sie freie Meinungsäußerung in Amerika?“

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.