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Heute in Rhein-Main : Ursache für Unfall auf A5 geklärt

Nach dem Unfall: Die Autobahn 5 gleicht einem Trümmerfeld. Bild: dpa

Ein Falschfahrer hat den Unfall auf der A5 verursacht. Wissenschaftler geben Einblick in ihre Arbeit mit Tierversuchen. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          3 Min.

          Guten Abend,
          was schon am Sonntag vermutet wurde, hat sich jetzt bestätigt. Der schwere Unfall, bei dem am Wochenende auf der Autobahn 5 in der Nähe der Anschlussstelle Friedberg vier Menschen ums Leben kamen, ist von einem Falschfahrer verursacht worden. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigt. Bei dem Unfallverursacher handelt es sich um einen Dreiunddreißigjähren, der aus dem Raum Gießen stammt. Er wurde ebenfalls bei dem Unfall getötet.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Der Falschfahrer war nach bisherigen Ermittlungen gegen 4.40 Uhr mit seinem Opel Astra auf dem Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Ober-Mörlen und Friedberg auf der Fahrbahn in Richtung Kassel in entgegengesetzter Richtung nach Süden gefahren. Mit seinem Auto prallte der Dreiunddreißigjährige frontal gegen einen mit vier jungen Menschen besetzten Renault. Zwei der Insassen starben noch an der Unfallstelle. Zwei weitere erlitten schwerste Verletzungen. Ebenfalls getötet wurde ein 68 Jahre alter Fahrer, der sich mit seinem Opel hinter dem Renault befand. Leichte Verletzungen erlitt ein 52 Jahre alte Mann aus dem Rheingau-Taunus-Kreis, der mit seinem Aston Martin nicht mehr ausweichen konnte. Im Gespräch mit der F.A.Z. erklärt Rüdiger Wollgramm, Verkehrsexperte bei der Gewerkschaft der Polizei, wie schwierig Ermittlungen bei derart komplexen Unfällen sein können und wieso es so lange gedauert haben könnte, bis der Unfallhergang nachvollzogen werden konnte. 

          Themenwechsel. So ein Kiosk ist ein Ort für Aha-Momente. Kioskgespräche gehen oft über Gott und die Welt – und manchmal auch über Politik. Das weiß kaum einer so gut wie Naim Yildirim. Er betreibt „Heinrichs Kiosk“ in der Niederurseler Landstraße in Frankfurt. Und als Betreiber eines Kiosks bekommt er mit, was die Menschen in ihrem Alltag beschäftigt. Das, was im politischen Berlin so vor sich geht, ist es jedenfalls nicht. „Die Demokratie ist nicht gottgegeben“, hat sich Yildirim gesagt und deswegen seinen Kiosk für einen Abend zu einem Ort umfunktioniert, an dem sich Politiker und Nichtwähler treffen können. An Stehtischen – und in zwangloser Atmosphäre. Unser Autor Kilian Schroeder hat sich unter die Besucher gemischt, um mit Nichtwählern ins Gespräch zu kommen und herauszufinden, wieso sie nicht von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen. Erfolglos. Denn all jene, die sich an diesem Abend unter die Besucher mischten, gaben an, wählen gehen zu wollen. Die Frage, wieso Menschen das Wahlrecht ungenutzt lassen, ist zwar an diesem Abend nicht am Kiosk, dafür aber im Gespräch mit Politikwissenschaftlerin Sigrid Roßteutscher beantwortet worden. Einer ihrer Erklärungsansätze: Vor allem junge Menschen gehen nicht wählen, wenn sie es nicht gelernt haben. „Schon seit den fünfziger Jahren wissen wir: Wählen wird spätestens nach dem dritten Mal zur Gewohnheit.“

          Haben Sie schon mal das Wort „Catnapping“ gehört? Nein? Dann gehört Ihre Katze – sollten Sie überhaupt eine besitzen – entweder zur Gattung „Stubentiger“ oder zur Gattung „Rückkehrer“. Wer aber schon nächtelang wach gesessen hat, um auf die Hauskatze zu warten, kennt die Angst, dass das Tier „gecatnapped“ worden sein könnte. Womöglich von Wissenschaftlern. Man weiß ja nie. Nadine und Jan Baumgart arbeiten im Tierversuchszentrum der Gutenberg-Uni in Mainz. Sie geben ungewohnt offenen Einblick in ihre Arbeit und räumen mit Gerüchten auf – auch mit dem der entführten Katzen. Dem Ehepaar Baumgart ist es wichtig zu vermitteln, wie streng an der Universität und generell in Deutschland die Regeln für Tierversuche sind. Einen Eindruck, ab wann ein Versuch für ein Tier als „geringradig belastend“ gilt und ab wann die Forscher von einer „hochgradigen Belastung“ sprechen, geben sie im Gespräch mit der F.A.Z..

          Hauptwache – Der F.A.Z. Newsletter für Rhein-Main

          Werktags um 21.00 Uhr

          ANMELDEN

          Und außerdem erklären Sanofi-Manager Matthias Braun und Joachim Kreysing von Infraserv Höchst, was nötig wäre, damit die Chemie- und Pharmabranche klimafreundlicher wird +++ steht auch für Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) einiges am Sonntag auf dem Spiel. Er hat sich massiv für Armin Laschet als Kanzlerkandidaten der Union eingesetzt +++ probt Michael Quast einen Klassiker des Mundart-Theaters: „Der alte Bürgercapitain“.

          Bleiben Sie gesund,

          Marie Lisa Kehler

          Das Wetter für Dienstag

          Der Tag beginnt mit dichteren Wolken und lokalem Nebel, die Sonne setzt sich zögernd durch. Nachts kühlt es auf 8 Grad ab.

          Geburtstag haben am

          Dienstag, 21. September

          Ludwig Georg Braun, von 2011 bis März 2021 Aufsichtsratsvorsitzender der B. Braun Melsungen AG, Ehrenpräsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (78); Michael Ronellenfitsch, von 2003 bis Februar 2021 Hessischer Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit (76); Wilhelm Reuscher (FDP), von 2016 bis März 2021 Fraktionsvorsitzender im Kreistag Darmstadt-Dieburg (68); Mathias Müller, Ehrenpräsident der Industrie- und Handelskammer Frankfurt, Honorarkonsul des Sultanats Oman, Träger der Ehrenplakette der Stadt Frankfurt (67); Jörg-Uwe Hahn (FDP), Mitglied des Hessischen Landtags, früherer hessischer Justiz- und Europaminister, ehemaliger Landesvorsitzender seiner Partei (65); Arnold Nipper, Gründungsmitglied und Chefberater Technologie des Frankfurter Internetknotens De-Cix (63); Pierre Dominique Prümm, Vorstandsmitglied der Fraport AG, Frankfurt (48); Christina Kral, in Frankfurt arbeitende Künstlerin (41)

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