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Heute in Rhein-Main : Merhaba!

Türkisch hat es nicht als zweite oder dritte Fremdsprache in Hessens Klassenzimmer geschafft. Bild: dpa

Die Hessische Landesregierung hat sich gegen Türkisch als dritte Fremdsprache entschieden. Der Skandal rund um das SEK der Frankfurter Polizei wird immer größer. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          nein, nein, der Hauptwache-Newsletter erscheint jetzt nicht in türkischer Sprache. Unsereiner kann auch so gut wie kein Türkisch, es reicht gerade für „guten Tag“ oder „hallo“, also eben „Merhaba“. Aber unsereiner hat ja die Schule auch schon lange verlassen, und mehr als Englisch, Latein und Französisch hatten sie damals nicht im Angebot. Ja, wäre es denn gut, wenn die hessischen Schüler künftig auch Türkisch lernen könnten, als dritte Fremdsprache? Darüber hat man sich am Donnerstag im Landtag ereifert. Die Landesregierung sagt nein, die SPD schimpft, findet das respektlos gegenüber den vielen Türken im Land. Florentine Fritzen schreibt in ihrem Kommentar: „Stünde die Muttersprache der großen türkischen Community auf dem Stundenplan, könnte das jungen Hessen mit und ohne Migrationshintergrund und vielleicht auch ihren Eltern helfen, einander zu verstehen.“

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Keine Ahnung, was Rücktritt auf Türkisch heißt, aber davon war am Donnerstag auch viel die Rede im Landtag, und dabei ging es, Sie ahnen es schon, um den hessischen Innenminister Peter Beuth (CDU). Der Skandal rund um das SEK der Frankfurter Polizei wird immer größer, als Minister trägt Beuth letztlich die Verantwortung, aber ist er reif für den Rücktritt? Eng wird es für Politiker erst, wenn die Leute aus der eigenen Partei von einem abrücken. Danach sieht es generell nicht aus, in der Debatte im Landtag war es ebenfalls nicht so, und auch die Grünen, der Koalitionspartner der Union in Hessen, gaben sich zurückhaltend. Aber dem Herrn Minister wird diese Woche lange in Erinnerung bleiben.

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