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Heute in Rhein-Main : Härtere Regeln für Ungeimpfte

Für Lohnfortzahlung in der Quarantäne ab 1. November nötig: Die Corona-Impfung Bild: dpa

Ab dem 1. November haben ungeimpfte Hessen keinen Anspruch mehr auf Lohnfortzahlungen in der Quarantäne. In Garagen fehlen die Anschlüsse für E-Autos. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          auch in Hessen gilt künftig der Beschluss, den die Gesundheitsminister aus Bund und Ländern am Mittwoch gemeinsam gefasst haben: Ungeimpfte haben vom 1. November an keinen Anspruch mehr auf eine Verdienstausfallentschädigung, wenn sie in Quarantäne müssen. Schon im August hatte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) angekündigt, diesen Schritt mittragen zu wollen. Nach dem Infektionsschutzgesetz des Bundes haben Arbeitnehmer eigentlich einen Anspruch auf eine Entschädigung, wenn sie aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantäne nicht zur Arbeit können. Dieser Anspruch entfalle aber, wenn die Quarantäne durch eine Schutzimpfung hätte vermieden werden können, schreibt Korrespondent Ewald Hetrodt. Der 1. November als Stichtag soll allen Ungeimpften noch die Möglichkeit geben, bis zu diesem Datum den vollen Impfschutz zu erhalten. Bis dieser aufgebaut ist, können – je nach Impfstoff – zwischen zwei und fünf Wochen vergehen. Kurzentschlossene können sich beispielsweise am Samstag auf der Ehrenamtsmesse im Frankfurter Römer impfen lassen. Ein Team des ASB wird in der Wandelhalle die Impfstoffe von Biontech und Moderna anbieten.

          Marie Lisa Kehler
          Stellvertretende Ressortleiterin des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Klimaschutz fängt im Kleinen an. Etwa beim bewussten Verzicht auf den Plastikdeckel, wenn man sich beim Bäcker an der Ecke einen Kaffee holt. Aber es gibt auch größere Entscheidungen, die der Einzelne treffen kann. Beim Kauf eines Neuwagens werden immer öfter auch Elektro-Fahrzeuge in die engere Auswahl genommen. Manch einer, der sich vom Preis nicht abschrecken lässt, stößt aber auf ganz andere Probleme. Denn die E-Autos brauchen einen Ladeplatz. Elektrifizierte Parkplätze gibt es zumindest für Mieter in Frankfurt bisher wenige. Dabei haben Mieter sogar einen Rechtsanspruch, dass der Eigentümer ihnen gestatten muss, eine Ladestation auf eigene Kosten zu installieren. Fördergelder gibt es auch noch. Aber die Durchsetzung scheitert oft an der Praxis. Die AGB, die immerhin etwa 54.000 Wohnungen vermietet, hat gerade einmal 150 Parkplätze elektrifiziert. Das sind weniger als ein Prozent. Die Nassauische Heimstätte hat nach eigenen Aussagen erst „zwei oder drei Handvoll“ ihrer rund 3000 vermieteten Parkplätze mit Ladestationen versehen. Die Begründungen lauten in beiden Fällen ähnlich: Die Nachfrage von Mietern sei zu gering. Außerdem sei eine Nachrüstung in vielen Fällen technisch sehr aufwendig. Und auch wenn neue Häuser entstehen, gibt es Probleme, leistungsstarke Ladestationen zu installieren. Unser Autor Rainer Schulze hat nachgefragt, wieso sich Vermieter so schwer damit tun, die Voraussetzungen für die Verkehrswende zu schaffen.

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