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Heute in Rhein-Main : Ein Preis, ein Weg, viele Durchsuchungen

Soll ausgebessert werden: der Mainradweg Bild: Cornelia Sick

Das LKA geht gegen Hassrede im Internet vor. Einzelhändler sorgen sich wegen der 2-G-Regel. Der Mainradweg soll ertüchtigt werden. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

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          Guten Abend,
          erfolgreicher Schlag: Mit umfangreichen Durchsuchungen sind die hessische Generalstaatsanwaltschaft und das Landeskriminalamt am Mittwoch gegen sogenannte Hasspostings im Internet vorgegangen. Neun Männern und einer Frau in Frankfurt und den Landkreisen Darmstadt-Dieburg, Gießen, Groß-Gerau, Limburg-Weilburg, Main-Kinzig und Marburg-Biedenkopf wird vorgeworfen, sich in sozialen Netzwerken strafrechtlich relevant geäußert zu haben. Unter anderem sollen Politiker beleidigt und bedroht worden und Frauen „in sexualisierter Art und Weise“ angegriffen worden sein. Den „Aktionstag zur Bekämpfung von Hasspostings“ in mehreren Ländern hatte das Bundeskriminalamt koordiniert.

          Jacqueline Vogt
          Ressortleiterin der Rhein-Main-Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Erwarteter Protest: Dass für den Einkauf, ausgenommen den in Apotheken und in Lebensmittelläden, künftig die 2-G-Regel gilt, empört den Handel. „Die Entscheidung zu 2 G wird den hessischen Einzelhandel belasten. Es wird zu deutlichen Umsatzeinbußen kommen, obwohl der Einzelhandel kein Infektionstreiber ist.“ Das hat am Mittwoch Kirsten Schoder-Steinmüller, Präsidentin des Hessischen Industrie- und Handelskammertags, gesagt. Andere Stimmen beklagen, es werde die Berufsfreiheit eingeschränkt, oder sie fordern ein insgesamt stringenteres Handeln der Politik. Wer in diesen Tagen, womöglich beim Schlangestehen vor einem Laden, über Sinn und Unsinn einer Impfung diskutieren muss: ruhig bleiben. Eine Impfpflicht wird es bald geben, vielleicht nimmt das auch Druck aus der Debatte.

          Erhebliche Ertüchtigung: Immer am Wasser entlang, mit dem Fahrrad, das geht auf dem sogenannten Mainradweg, der unter anderen Offenbach und Frankfurt verbindet. So gut und von so vielen wird diese Strecke inzwischen genutzt, dass die Radverkehrsbeauftragte im Offenbacher Amt für Stadtplanung offiziell festgestellt hat: „Die Beschaffenheit des Mainradwegs steht teilweise nicht mehr im Verhältnis zur Nutzung.“ Vor allem an schönen Tagen werde es an manchen Stellen schnell eng, in den Abendstunden seien etliche Abschnitte schlecht zu erkennen. Jetzt soll der Radweg, wie es im Planer-Deutsch heißt, ertüchtigt werden, mit drei Millionen Euro aus Bundesmitteln. 2023 sollen die Arbeiten beginnen.

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          Sonntags bis donnerstags um 21.00 Uhr

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          Und außerdem plant der Kraftwerksbetreiber Staudinger in Großkrotzenburg, mindestens bis 2025 und womöglich darüber hinaus Strom aus Steinkohle zu erzeugen +++ tagt die Stadtverordnetenversammlung in Frankfurt nächste Woche erstmals unter 3-G-Bedingungen +++ erhält die Künstlerin Valie Export den mit 50.000 Euro dotierten Max-Beckmann-Preis der Stadt Frankfurt.

          Herzliche Grüße, bleiben Sie uns gewogen,

          Jacqueline Vogt

          Das Wetter für Donnerstag

          Der Tag beginnt mit leichtem Regen, später lockern die Wolken zeitweise auf, aber bei Werten um 7 Grad regnet es immer wieder.

          Geburtstag haben am

          Donnerstag, 2. Dezember

          Nikolaus Schweickart, von 2000 bis Dezember 2020 Vorsitzender der Administration des Städelschen Kunstinstituts, Frankfurt, langjähriger Vorstandsvorsitzender der Altana AG, Bad Homburg (78); Joachim Klie, Darmstädter Architekt, Ehrenmitglied des Bunds Deutscher Architekten in Hessen (75); Rudolf Scharping, Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer, Frankfurt, ehemaliger Bundesverteidigungsminister (SPD) (74); Thomas Cremer, in Frankfurt lebender Schlagzeuger, Mitbegründer der Frankfurt Jazz Big Band sowie der Jazzinitiative Frankfurt (73); Daniel Gahr, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Mainz AG (51); Jüri Reinvere, in Frankfurt lebender Komponist, Lyriker und Essayist (50);

          Weitere Themen

          Die Justiz schafft es nicht mehr

          Heute in Rhein-Main : Die Justiz schafft es nicht mehr

          Die Zahl der Richter reicht nicht aus, die hessischen Gerichte sind überlastet. Der Deutschen Bank geht es wieder gut. Die Preise für Wohneigentum hat sich weiter erhöht. Die F.A.Z.-Hauptwache schaut auf die Themen des Tages.

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