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Heute in Rhein-Main : Ein antiseptischer Kirchentag

Rund 160.000 Besucher haben den Kirchentag online verfolgt. Bild: dpa

Der Ökumenische Kirchentag blieb hinter den Erwartungen zurück. In der Frankfurter Innenstadt wurde gegen die Einsätze des israelischen Militärs gegen Gaza demonstriert. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          2 Min.

          Guten Abend,
          der 3. Ökumenische Kirchentag in Frankfurt ist am Sonntag zu Ende gegangen, aber vermutlich haben Sie relativ wenig davon gemerkt. Den Himmelfahrtsgottesdienst am Donnerstag haben zwar rund eine Million Menschen im Fernsehen verfolgt, insgesamt haben die Veranstalter rund 160.000 Besucher auf der Webseite des Kirchentags gezählt. Aber in der Stadt ist dieser Kirchentag nicht wirklich angekommen – und in den Köpfen der Menschen auch nicht. Rund 18 Millionen Euro hat das triste Schauspiel wohl gekostet. Doch man blieb digital weitgehend unter sich, tauschte die bekannten Thesen zu Wirtschaft, Klimaschutz und Sozialpolitik im gegenseitigen Einvernehmen aus. Wir berichten und kommentieren.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

          Dass die Welt eine bessere wäre, würde der Staat Israel ausradiert, das war Konsens unter denen, die am Samstagnachmittag zum Protestieren in die Frankfurter Innenstadt gekommen waren: 2500 Teilnehmer zählte die Polizei. Demonstriert wurde gegen die Einsätze des israelischen Militärs gegen Gaza. Kritik an den Raketenangriffen der Hamas, die den militärischen Konflikt provoziert haben, hörte man nicht. Die Stadt Frankfurt hatte die Demonstration verboten. Doch zwei Gerichte haben die Verfügung wieder gekippt. Man staunt – und ärgert sich. Die Argumentation, die Stadt hätte vor dem Verbot zunächst Auflagen verhängen müssen, erscheint weltfremd.

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