https://www.faz.net/-gzg-ae92a

Heute in Rhein-Main : Die neue Normalität in den Altenheimen

Schnelles Test-Ergebnis: In Frankfurt ist die Inzidenz wieder gestiegen. Bild: Laila Sieber

Mehr als die Hälfte des Stroms in Hessen ist grün. In den Altenheimen der Region genießen Bewohner die neue Freiheit. Die F.A.Z.-Hauptwache blickt auf die Themen des Tages.

          3 Min.

          Guten Abend,
          heute einmal zuerst etwas ganz anderes. Es gab Zeiten, da hat sich Hessen beim Strom in etwa selbst versorgt. Das war immer dann so, wenn das Kernkraftwerk Biblis einmal ohne Störungen lief und auch im Kohlekraftwerk in Großkrotzenburg gerade keine Wartungsarbeiten anstanden. Das ist lange her. Biblis ist Geschichte, von den Anlagen in Großkrotzenburg ist nur noch wenig in Betrieb. Hessen muss seitdem die Hälfte seines Stroms importieren. Das alles muss man wissen, bevor man die Nachricht vom Donnerstag zur Kenntnis nimmt, das von dem nach wie vor in diesem Bundesland erzeugten Strom 2019 wiederum erstmals mehr als die Hälfte aus erneuerbaren Energien stammte – es war mithin durchgerechnet nur ungefähr jede vierte Kilowattstunde, die in diesem Bundesland verbraucht wurde. Mit der Energiewende läuft es nämlich gar nicht so toll in Hessen, vor allem, weil nahezu jedes neue Windrad beklagt wird.

          Manfred Köhler
          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Jetzt aber rasch zu den vertrauten Themen. Die Hoffnung, die Inzidenzen in Hessen würden nun doch dauerhaft sinken statt steigen, von der vor 24 Stunden an dieser Stelle zu lesen war, hat sich zerschlagen. Nach Tagen des Rückgangs ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag wieder hochgeschnellt, von 16,7 auf 18,7. Frankfurt ist als Spitzenreiter nun sogar bei 37,1. Wie unerfreulich. Kollegin Theresa Weiß hat sich einmal in den Altenheimen der Region umgesehen und festgestellt, dass dort der monatelange Ausnahmezustand einer neuen Normalität gewichen ist mit Essen im Speisesaal wie früher und schönen Konzerten, sie stellt aber auch die besorgte Frage: Wie lange hält diese Freiheit in den Heimen noch an?

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Der französische Präsident Emmanuel Macron inspiziert im Juli 2019 im Hafen von Cherbourg das atomgetriebene U-Boot „Suffren“.

          U-Boot-Deal : Frankreich fühlt sich hintergangen

          Zwischen Paris und Washington knirscht es gewaltig: Frankreich ist wegen des U-Boots-Deals der Vereinigten Staaten mit Australien erbost. US-Außenminister Blinken versuchte die Wogen in Paris zu glätten – erfolglos.
          Gemischte Gefühle bei der Rückkehr nach Deutschland.

          Fußball-Weltmeister Özil : Diese Wunde schließt sich nicht

          Mesut Özils Rückkehr ist bedrückend. „Scheiß-Türken“, heißt es von der Tribüne beim Spiel von Fenerbahce Istanbul gegen die Eintracht. Am Tag danach macht er deutlich: Sein Platz ist jetzt anderswo.
          Der Betrieb hält sich in Grenzen: ein Blick ins fast leere Impfzentrum Sachsen (Dresden)

          Geringe Quoten im Osten : Impfen? Nicht mit mir!

          In Ostdeutschland sind die Corona-Impfquoten auffallend niedrig. Was ist der Grund dafür? Ein Soziologe sieht den Widerstand gegen die Spritze als Teil der grundlegenden Protesthaltung gegenüber der Regierung.