https://www.faz.net/-gzg-9q385

F.A.Z.-Hauptwache : Twitter-Gewitter, Weißseespitzenreiter, Klimawandel-Gewinner

Auf deutschem Boden: amerikanische Soldaten in der Wiesbadener Clay Kaserne Bild: Frank Röth

Eine Einschätzung zu Trumps Vorstoß zum Abzug amerikanischer Truppen. Und ein Redakteur auf Dienstreise in den Ötztaler Alpen. Das und was sonst noch wichtig ist in Rhein-Main, lesen Sie in der F.A.Z.-Hauptwache.

          Guten Morgen!

          Matthias Alexander

          Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

          Die Twitter-Gewitter von Donald Trump kommen und gehen. Kürzlich haben der amerikanische Präsident und seine Anhänger in den amerikanischen Botschaften in Polen und Deutschland wieder einmal für Aufregung gesorgt, als sie eine Verlagerung der US-Truppen aus Deutschland ins östliche Nachbarland ins Gespräch brachten, gewissermaßen als Strafmaßnahme gegen Deutschland, das sich bei der Erhöhung des Verteidigungsetats zögerlich zeigt. Peter Badenhop, der seit vielen Jahren über die US-Streitkräfte berichtet, hat recherchiert, wie realistisch ein solches Umzugsszenario ist. Sagen wir es so: Trump müsste die Verfassung ändern und mehr als einmal wiedergewählt werden, bis er den Tag des Umzugs erleben könnte.

          Ein Gebiet, auf dem die internationale Zusammenarbeit immer noch wunderbar funktioniert, ist der Alpinismus. So unterhält die Sektion Frankfurt des Deutschen Alpenvereins zwei Hütten im österreichischen Kaunertal. Weil die Sektion in diesem Jahr ihr 150jähriges Bestehen feiern kann und weil es sich unser Kollege Sascha Zoske einfach verdient hat, haben wir ihn auf eine Dienstreise in die Ötztaler Alpen geschickt. Als erfahrener Alpinist hat er es nicht bei einer zünftigen Mahlzeit auf der Rauhekopfhütte bewenden lassen, sondern hat höchstpersönlich auf die Weißseespitze erklommen. Es ging nicht ohne bange Momente ab, doch der Lohn der Mühen war grandios.

          Hoch hinaus geht es auch mit dem Mostgewicht in den hiesigen Weinen. Lag es in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in Hessen noch bei 73 Grad Oechsle, wurden zwischen 201 und 2018 schon 88,5 Grad dokumentiert. Mit anderen Worten: Die Winzer können sich auf den ersten Blick als Gewinner des Klimawandels betrachten. Unser Weinexperte Oliver Bock berichtet aber auch von den Schattenseiten der Entwicklung: neue Schädlinge malträtieren die Rebstöcke, der steigende Alkoholgehalt kann den Charakter des Rieslings auf die Dauer gefährden, und das frühere Austreiben der Reben erhöht die Gefahr von Schäden durch Nachfröste.

          F.A.Z.-Newsletter Familie
          F.A.Z.-Newsletter „Hauptwache“

          So beginnt der Tag in Frankfurt und Rhein-Main: das Wichtigste in Kürze, mit Hinweisen auf mobile Blitzer, Straßensperrungen, Gaststätten.

          Und außerdem wird sich das Festival „Frankfurt liest ein Buch“ im nächsten Frühjahr dem Roman „Rosemarie – Des deutschen Wunders liebstes Kind“ von Erich Kuby widmen, wird das Seniorenticket Hessen nun definitiv am 1. Januar 2020 eingeführt, schlägt die Frankfurter FDP vor, den Flohmarkt probeweise vom Museumsufer auf die nördliche Mainseite zu verlegen.

          Einen angenehmen Tag wünscht Ihnen

          Ihr Matthias Alexander

          Heute in „Leben in Rhein-Main“

          Das „European Elvis Festival“ erinnert an die Zeit, in der der amerikanische Sänger in der Wetterau stationiert war. Wir stellen das Programm vor.

          Wetter

          Heute gibt es eine Mischung aus etwas Sonne und teils kompakten Wolken. Dabei ziehen auch immer wieder Schauer oder einzelne Gewitter durch. Maximal 23 Grad. Nachts wieder trocken, 14 Grad.

          Verkehr

          Frankfurt: Zur Bahnhofsviertelnacht werden heute zum Schutz der Besucher Zufahrtssperren eingerichtet. Hierzu sind umfangreiche Verkehrssperrungen erforderlich. In der Zeit von 10 Uhr bis etwa 3 Uhr wird das Bahnhofsviertel zwischen der Straße Am Hauptbahnhof und Gallusanlage sowie zwischen Mainzer Landstraße und Gutleutstraße gesperrt. Betroffen hiervon sind folgende Straßen: Münchener Straße, Kaiserstraße, Taunusstraße, Niddastraße, Karlstraße, Moselstraße, Elbestraße und Weserstraße.
          In diesem gesamten Bereich gelten heute von 7 Uhr an Halteverbote. Da im Sperrbereich keine Fahrzeuge verbleiben dürfen, beginnen zeitgleich umfangreiche Abschleppmaßnahmen. Zur Vermeidung von kostenpflichtigen Abschleppungen sind die Verkehrsteilnehmer dringend gebeten, an diesem Tag ihr Fahrzeug bis 7 Uhr aus dem Bahnhofsviertel entfernt zu haben.
          Es ist auch zu beachten, dass ab 10 Uhr, mit Beginn der Sperrungen, keine Fahrzeuge mehr die Parkhäuser im Sperrbereich verlassen dürfen.
           

          Geburtstag haben heute Horst Baier (SPD), ehemaliger Bürgermeister von Pfungstadt (70); Rainer Forst, Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt, Leibniz-Preisträger (55); Birgit von Hellborn, Geschäftsführerin des Capitol-Theaters, Offenbach (53); Axel Hellmann, Vorstandsmitglied der Eintracht Frankfurt Fußball AG (48); Mirjam Wenzel, Direktorin des Jüdischen Museums, Frankfurt (47); Astrid Wallmann (CDU), Mitglied des Hessischen Landtags (Wahlkreis Wiesbaden I) (40).

          Weitere Themen

          Einen Juden mieten

          Gegen Antisemitismus : Einen Juden mieten

          Die Initiative „Rent A Jew“ vermittelt jüdische Referenten an öffentliche Einrichtungen. Dadurch sollen Vorurteile abgebaut werden und kultureller Austausch gestärkt werden. Eine Gemeinde in Hessen hat es ausprobiert.

          Topmeldungen

          Klopp beim FC Liverpool : Kurz vor der Königsweihe

          Jürgen Klopp hat mit Liverpool die Champions League gewonnen, die Fans aber sehnen seit beinahe dreißig Jahren die Meisterschaft herbei. Sie wollen nicht mehr warten.
          Oktober 2018: Polizisten drängen mehrere Demonstranten gegen den Landesparteitag der AfD Niedersachsen in Oldenburg ab (Symbolbild)

          Opferbefragung : Studie: Deutlich mehr Fälle von Polizeigewalt

          Bei Demonstrationen und Fußballspielen kommt es offenbar besonders oft zu Eskalationen: Eine Studie der Universität Bochum legt nahe, dass Polizisten deutlich häufiger als bisher gedacht ungerechtfertigte Gewalt anwenden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.