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Eintracht Frankfurt : Danny Blum kommt zur Eintracht

Aus Franken nach Frankfurt: Danny Blum kostet keine Ablösesumme. Bild: Imago

Eintracht-Coach Niko Kovac kann sich über einen Zugang für die Offensive freuen. Der Verein hat Danny Blum als neuen Spieler bestätigt. Aber der nächste Transfer ist schon geplant.

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          Als Niko Kovac vor wenigen Wochen mit der Eintracht tief im Schlamassel steckte und um den Verbleib in der ersten Liga bangen musste, verwendete er den Begriff vom „Balkan-Gen“, um sein anhaltendes Vertrauen in den bosnischstämmigen Stürmer Haris Seferovic zu erläutern. Der Profi, dem über Monate kein Erfolgserlebnis vergönnt war, zeichnete sich dennoch in den Augen seines Trainers durch eine Tugend aus: Kampfgeist. Für Kovac lag das auch in dessen Herkunft begründet.

          Als der Stürmer die Mannschaft dann Mitte Mai mit seinem Treffer im Relegations-Rückspiel in Nürnberg tatsächlich vor dem Abstieg bewahrte, huldigte ihm der Coach gar als „Krieger“. Nun, sechs Wochen später, zeichnet sich ab, dass der Klub mehr denn je auf Spieler setzt, die wie Seferovic und ihr Trainer über persönliche Verbindungen ins ehemalige Jugoslawien verfügen: In der neuen Saison soll auch Ante Rebic das Frankfurter Trikot tragen. Er wäre der zweite Zugang nach Branimir Hrgota, der aus Mönchengladbach verpflichtet und vor 23 Jahren in der Ortschaft Zenica in Bosnien-Hercegovina geboren wurde.

          Was für den Transfer von Rebic noch fehlt

          Rebic ist ein Jahr jünger und stammt aus Kroatien. Seine Transferrechte liegen noch bei AC Florenz. Die „Fiorentina“ überwies 2013 für ihn 4,5 Millionen Euro an RNK Split. Sein Glück fand er bei den Italienern nicht. Der Klub lieh ihn anschließend zweimal aus. Zuletzt lief er für Hellas Verona auf; in zehn Partien für den Verein erzielte er keinen Treffer. Davor hatte er sich auch bei RB Leipzig versucht, aber bei den Sachsen manövrierte er sich unter anderem durch sein bisweilen schwer zu zügelndes Temperament ins Abseits. Rebic kam in der Nationalmannschaft seines Heimatlandes bei der WM in Brasilien zum Einsatz, als das Team noch von Kovac betreut wurde.

          Bei der EM in Frankreich gehörte er nicht mehr zum Aufgebot. Nach Angaben der Eintracht wurde mit dem Offensivspieler, seinem Berater und den Florenzern eine Einigung erzielt. Die offizielle Bestätigung des Geschäfts dürfte nach dem Medizincheck folgen. Rebic wäre der vierte Profi mit südosteuropäischen Wurzeln im Kader, zu dem künftig auch noch Mijat Gacinovic und Slobodan Medojevic zählen. Aleksandar Ignjovski wurde nach Freiburg abgegeben. Endgültig verlassen hat die Eintracht am Donnerstag auch Luca Waldschmidt. Der 20 Jahre alte Angreifer reiste am Morgen mit seiner neuen Klub, dem HSV, schon ins Trainingslager in die Schweiz.

          Die Personalie Danny Blum

          Am frühen Abend gaben die Frankfurter außerdem bekannt, dass sie Danny Blum vom 1. FC Nürnberg abgeworben haben. Der 25-Jährige wechselte ablösefrei vom „Club“ an den Main. Er erhielt einen Einjahresvertrag bis zum 1.Juli 2017 mit der Option für eine Weiterbeschäftigung bis 2019. Der ehemalige Juniorennationalspieler absolvierte sechzig Zweitliga-Partien für die Franken, den SV Sandhausen sowie den Karlsruher SC. Dabei gelangen ihm elf Treffer. Bei der Eintracht wird der Offensivmann das Trikot mit der Rückennummer Sieben tragen. Sportdirektor Bruno Hübner bezeichnete ihn als „sehr schnellen Spieler, der eine gute Schusstechnik besitzt und auf mehreren Positionen einsetzbar ist“.

          Die Eintracht habe sich schon 2014 mit ihm beschäftigt und sei nun „froh, dass wir jetzt zusammen gekommen sind“. Blum sprach seinerseits „von mehreren Möglichkeiten aus dem In- und Ausland“, die sich ihm geboten hätten. „Als das Interesse von Eintracht Frankfurt kam, wusste ich sofort, dass ich diese Option wahrnehmen möchte.“ Er freue sich auf die Herausforderung und die außergewöhnliche Stimmung in der WM-Arena, die er beim Relegationsspiel „eindrucksvoll“ habe erleben können.

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