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Treffpunkt für junge Leute : Lade-Stopp im Grünen

  • -Aktualisiert am

Umbau: Wo ehedem die Landesgartenschau in Bad Nauheim war, soll im Goldsteinpark ein Treffpunkt für junge Leute geschaffen werden. Lade-Station fürs Handy inklusive Bild: Cornelia Sick

Mehr Freiraum für Jugendliche will die Stadt Bad Nauheim schaffen. Im Goldsteinpark sollen sie Sport treiben und chillen können. Es gibt jedoch auch Kritiker des Projekts.

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          Der Goldsteinpark in Bad Nauheim ist ein idealer Treffpunkt für junge Leute. „Die Jugendlichen können sich hier sportlich betätigen oder einfach zusammen chillen. Auch kulturelle Veranstaltungen sollten im Goldstein möglich sein“, sagt Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos). Damit es denen gefällt, für die es gedacht ist, hat der städtische Jugendbeirat die Jugendlichen gefragt, was sie von einem gelungenen Treffpunkt erwarten. Die Wünsche wurden dem Sozialausschuss im vergangenen Jahr präsentiert.

          Anfang dieses Jahres legte der Jugendbeirat dann ein Anforderungsprofil mit Ideen für den sogenannten Freiraum vor. „Die weiten Rasenflächen im Goldsteinpark sollen durch das Konzept vielfältiger nutzbar und erlebbar werden“, heißt es von der Stadtverwaltung. Neben Sport- und Veranstaltungsflächen werde ein Treffpunkt geschaffen, der als Ausgangspunkt für viele Aktivitäten genutzt werden könne.

          „Sie brauchen einen Treffpunkt“

          Auch der sehr aktive Verein der Goldsteinfreunde wurde von der Stadt in die Planung einbezogen. Vorsitzender Dominik Prinz freut sich auf das Angebot für die jungen Leute. „Wir sehen doch an unseren Kindern, dass die einen Treffpunkt brauchen, wo sie auch Sport machen können“, sagt er. Zwar gebe es in Bad Nauheim schon einige Angebote, aber ein Treffpunkt unter freiem Himmel habe noch einmal einen ganz besonderen Charme.

          Auf dem Gelände der ehemaligen Themengärten der Landesgartenschau 2010 werde ein zentraler Treffpunkt geschaffen: Unter anderem kann hier demnächst Basketball und Tischtennis gespielt werden. Zudem soll eine sogenannte Soccout-Arena errichtet werden, eine achteckige, abgegrenzte Fläche, die zum Fußballspielen einlädt.

          Kritiker fürchten Vandalismus durch Jugendliche

          Ferner ist eine große Sitzlandschaft aus langlebigen, hellbraunen und terrakottafarbenen, ergonomisch geschwungenen Betonelementen geplant. Das Ganze werde mit einer begrünten Pergola überdacht und seitlich mit Duftsträuchern bepflanzt. „Unter anderem wird hier eine Solarbank mit Ladestation für Mobiltelefone errichtet, so dass man mitten im Park einen Lade-Stopp einlegen kann. Selbstverständlich ist auch an W-Lan gedacht worden“, sagt Kreß.

          Gegenüber den Rasenstufen im Norden der Anlage befindet sich eine erhöhte Bühne mit einer Grundfläche von 260 Quadratmetern. Diese soll von einem großen, muschelförmigen Wettersegel überspannt und die Bühne mit Holz oder Betonplatten ausgelegt werden. Die Flächen südlich der Bühne könnten als Ballspielwiese genutzt werden. Zudem soll in der Nähe des „Kiks-up-Gebäudes“ ein Trinkbrunnen entstehen.

          Die Disc-Golf-Anlage im Grünzug Im Sichler werde dagegen aufgelöst. Auch kritische Stimmen zu dem Konzept sind zu hören, wie Dominik Prinz zugibt. „Natürlich gibt es auch einige, die Angst vor Vandalismus oder vor der Lautstärke haben.“ Doch schon jetzt sei der Park regelmäßiger Treffpunkt für etwa 30 bis 50 Jugendliche. Da sei es doch sinnvoller, wenn das Ganze einen entsprechenden Rahmen bekomme.

          Kosten von 400.000 Euro veranschlagt

          Um auf mögliche Schwierigkeiten vorbereitet zu sein, plädiert Prinz dafür, vorab ein System zu entwickeln, das dann abgerufen werden könne. Für Bau- und Planungskosten hat die Stadt 400.000 Euro veranschlagt. Da die Bühne der teuerste Teil des Projekts sei, könne diese vielleicht erst 2022 gebaut werden. „Alle anderen Bestandteile müssten in 2021 gebaut werden, um den langjährig geforderten Treffpunkt für Jugendliche endlich Wirklichkeit werden zu lassen“, sagt Kreß.

          Der Magistrat hat das Freiraumkonzept schon befürwortet. Im November müssen die Ausschüsse und die Stadtverordnetenversammlung den Plänen noch zustimmen und sie beschließen.

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