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Neues aus dem Frankfurter Geschäftsleben : H&M mit neuem Konzept am Steinweg

Größte Europas: Mango eröffnet heute die neue Filiale auf der Zeil. Bild: Michael Kretzer

Das Mode-Karussel in Frankfurt dreht sich. Die Kette Mango eröffnet heute an der Zeil ihre größte Europa-Filiale. H&M zieht mit „&Other Stories“ an den Steinweg. Das Mode-Label Twin-Set wird Mieter im Eckhaus Goethestraße 34.

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          Mango setzt auf Größe an der Zeil

          Der spanische Modefilialist Mango setzt seine stürmische Expansion auf dem deutschen Markt fort. Am heutigen Samstag eröffnet das Unternehmen am ehemaligen Standort des Herrenmode-Filialisten Pohland, der Anfang des Jahres geschlossen wurde, seine größte Niederlassung in Europa. Auf 3400 Quadratmetern zeigt Mango an der Zeil alle Linien der Marke, also Mode für Frauen, Männer und Kinder, einschließlich der neu eingeführten Linie für große Größen: Violeta. Mango ist nach Zara das zweitgrößte Exportunternehmen der spanischen Textilbranche. Zielgruppe bei der Damenmode sind moderne, selbstbewusste Frauen im Alter zwischen 18 und 35 Jahren. Wie bei Zara werden die preisgünstigen Kollektionen häufig gewechselt. Mango hat in Frankfurt bisher zwei Filialen (eine für Frauen, eine für Kinder) im Einkaufszentrum Skyline Plaza, eine Niederlassung neben Zara an der Zeil und eine im Nordwestzentrum.

          H&M macht auf Luxus am Steinweg

          Petra Kirchhoff

          Redakteurin in der Rhein-Main-Zeitung.

          Der Name wurde schon länger für die Fläche gehandelt, auf der bis zum Frühjahr die Santander Bank Mieter war. Jetzt steht fest: Der schwedische Moderiese H&M wird die Räume (650 Quadratmeter über zwei Etagen) übernehmen und hier die Expansion seiner jüngsten Marke, „& Other Stories“, vorantreiben. Diese verspricht Luxusmode zu erschwinglichen Preisen, hochwertiger und etwas teurer als Mode der H&M-Marke Cos, die in Frankfurt um die Ecke vom Steinweg einen Laden hat. Das Sortiment von „& Other Stories“ umfasst Schuhe, Taschen, Accessoires, Kosmetik und Mode, die in Paris und Stockholm entworfen wird. Die Linie ist nach Unternehmensangaben gemacht für modebewusste Frauen, die mit ihrer Kleidung einen persönlichen Stil entwickeln möchten. Bisher ist H&M mit dem jungen Konzept zehn Mal in europäischen Metropolen vertreten, davon zwei Mal in Berlin. Die Eröffnung in Frankfurt ist für Ende des Jahres geplant.

          Thomas Sabo statt More & More

          Ein neuer Mieter am Steinweg ist schon eingezogen. Wo bisher die deutsche Bekleidungskette More & More Mode für Frauen verkaufte, hat der fränkische Schmuckhersteller Thomas Sabo am Donnerstag eine neue Vorzeigefiliale eröffnet. Thomas Sabo verkauft an der Großen Bockenheimer Straße bereits seit längerem Wechselschmuck aus Silber, hauptsächlich Ketten und Armbänder, die individuell mit verschiedenen Anhängern bestückt werden können. Zum 1984 gegründeten Unternehmen zählen inzwischen weltweit 250 eigene Shops mit 1500 Mitarbeitern. Vormieter More & More begründet seinen Rückzug mit dem auslaufenden Mietvertrag. Man suche nach einer anderen passenden Fläche, zusätzlich zu der am Flughafen, heißt es. Grundsätzlich expandiert das Unternehmen mit Sitz in Starnberg. In diesem Jahr wurden bereits vier neue Filialen eröffnet, drei weitere folgen noch. Mode von More & More gibt es auch als Shop-in-Shop bei Peek & Cloppenburg und anderen sogenannten Wholesalern.

          Neu am Steinweg: Vorzeigefiliale von Modeschmuckdesigner Thomas Sabo.

          Strick aus Italien im „Goethe 34“

          Der Umbau des Hauses an der Ecke von Freßgass’ und Goethestraße zum Büro- und Geschäftshaus „Goethe34“ schreitet voran. Auf dem Bauzaun werden bereits die ersten Mieter angekündigt. Wie das Immobilienunternehmen Rubinstein bestätigt, wird das italienische Modelabel Twin-Set 400 von 1200 Quadratmetern Einzelhandelsfläche beziehen. Die Eröffnung ist für Ende des Jahres geplant. Twin-Set steht für eine erfolgreiche Strickwaren-Linie, die der Italiener Tiziano Sgarbi mit seiner Ehefrau Simona Barbieri vor 20 Jahren gegründet hat. Das Unternehmen, das mehrheitlich einer Fondsgesellschaft gehört, wächst stark, im vergangenen Jahr um 20 Prozent auf 177 Millionen Euro Umsatz. Im Jahr zuvor legte Twin-Seit einen Umsatzsprung von 40 Prozent hin. In diesem Jahr ist die Eröffnung von vier eigenen Markengeschäften in Deutschland geplant.

          Zeilgalerie: Souvenir Frankfurt geht

          Vor drei Jahren sind Jürgen Zeller, Judith Hartnack und Virginia Schultheis mit ihrem Andenkenladen aus dem Bahnhofsviertel in die Zeilgalerie gezogen, und viele fragten sich: Geht das gut? Souvenir Frankfurt ist auf gut 400 Quadratmetern Museum (etwa für Überbleibsel des Degussa-Konzerns), Laden und Café in einem. Es ging gut, auch deshalb, weil sich in das Mainstream-Programm der Zeilgalerie noch ein paar andere Exoten mischten, ein Kunstprojekt für Minigolf-Spieler etwa. So wollte es der frühere Eigentümer IFM Immobilien, der Mietern wie Souvenir Frankfurt Sonderkonditionen einräumte, um die leerstehenden Läden der von Anfang auch wegen der komplizierten Wegführung schwierigen Einkaufsimmobilie zu füllen. Seit dem Verkauf an die RFR-Holding hat der Leerstand zugenommen. Mieter vermissen ein Konzept und klagen über fehlende Ansprache. Und so sagt jetzt auch Souvenir Frankfurt ade. Am 18. August wird die Ladentür in der dritten Etage endgültig geschlossen. „Es war eine schöne Zeit und eine tolle Erfahrung“, sagt Judith Hartnack. Mit den anderen Mietern habe man sich gut verstanden. Eine neue Fläche in der Innenstadt wird gesucht.

          Konzept vermisst: Nach drei Jahren verlässt Souvenir Frankfurt die Zeilgalerie.

          3D-Fotostudio an der Brückenstraße

          In Bockenheim gibt es bereits einen Anbieter für 3D-Druck, jetzt hat auch die Brückenstraße ein Geschäft, in dem sich Kunden auf der Grundlage eines Fotos und mit Hilfe eines 3D-Druckers in Plastikfiguren verewigen können. Gestern hat die nc3d GmbH mit Sitz in Friedrichshafen ihre Filiale in Frankfurt eröffnet. Das Studio befindet sich am Eingang zur Elisabethenstraße.

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